6 Gesetzesbrüche, die Sie jeden Tag begehen

Samstag, 06.05.2017

Es muss ja nicht gleich Mord sein – um zum Straftäter zu werden, braucht es in Deutschland nicht viel. Jeder von uns bricht im Alltag Gesetze, ohne es zu merken. Oder hätten Sie gewusst, dass man in bestimmten Bundesländern ein Bußgeld riskiert, wenn man sein Auto nicht in der Garage parkt? Diese sechs Gesetzesbrüche begehen auch Sie jeden Tag.

1. Als Radfahrer den Gehweg benutzen

Wenn der Großstadtverkehr mal wieder nervt und man als Radfahrer auf dem Gehweg einfach schneller vorankommt, ist man oft in Versuchung, diesen mitzubenutzen. Das ist leider verboten. Nur Kinder bis zehn Jahre dürfen auf dem Gehweg Fahrrad fahren. Erwachsene müssen den Radweg oder die Straße benutzen, die verpflichtende Fahrbahn ist immer ausgeschildert. Nur als Begleitperson eines Kindes dürfen Sie auch auf dem Gehweg fahren. Werden Sie als Erwachsener aber allein dort erwischt, zahlen Sie 10 Euro. Wenn Sie andere auf dem Gehsteig behindern oder gefährden sogar 15 bzw. 20 Euro.

Dazu passend: Diese Regeln müssen Radfahrer befolgen

2. Über die rote Ampel gehen

Das nächste Beispiel betrifft die Sünden der Fußgänger. Spätestens im Teenager-Alter wirft jeder die anerzogene Verhaltensmaßregel über Bord, dass man immer auf das grüne Licht an der Ampel warten muss. Wenn es eilig ist, gehen die meisten bei Rot über die Straße, wenn gerade kein Auto kommt. Aber Vorsicht – werden Sie erwischt, kostet Sie das 5 Euro. 10 Euro müssen Sie blechen, wenn Sie einen Unfall verursachen.

3. Im Supermarkt ein Produkt probieren

Sie stehen in der Supermarktkasse an und Ihr Kind quengelt, dass es Durst hat. Wer würde ihm dann nicht schnell einen Schluck aus der Flasche geben, die im Einkaufswagen liegt. Streng nach dem Gesetz ist das aber eine Straftat – vor dem Bezahlen gehört das Getränk dem Supermarkt. Sie machen sich auch des Diebstahls schuldig, wenn Sie sich eine Weintraube in der Obstabteilung in den Mund stecken. Verpackungen öffnen ist im Supermarkt erlaubt, so lange das Produkt danach noch zu verkaufen ist. Daher sind verderbliche Lebensmittel von dieser Regel ausgenommen. Das Marmeladen-Glas muss deshalb zu bleiben.

4. Kugelschreiber von der Firma mitnehmen

Ja, auch der billige Kugelschreiber mit dem Firmenlogo ist Eigentum Ihres Arbeitgebers. Natürlich hat jeder schon einmal ein solches Schreibgerät eingesteckt und damit einen Diebstahl begangen. Dass Sie für dieses Vergehen gefeuert werden, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn die Kugelschreiber sind als Werbematerial „Muster von geringem Wert“. Nehmen Sie aber wertvollere Gegenstände mit, müssen Sie mit einer fristlosen Kündigung rechnen.

5. Hundekot liegen lassen

Die Hinterlassenschaften Ihres Hundes nicht zu entfernen ist eine Straftat. Davon abgesehen machen Sie sich keine Freunde, wenn Sie die „Wurst“ nicht vom Gehweg entfernen. In jedem Fall verstoßen Sie gegen das Abfallgesetz. Der Hundekot nimmt in manchen Gemeinden so überhand, dass das Liegenlassen mit hohen Bußgeldern geahndet wird. In Köln und in München zahlen Sie bis zu 1.000 Euro, wenn Sie ertappt werden.

6. Die Garage mit Gerümpel vollstellen

Die Landesbauverordnung schreibt in Nordrhein-Westfalen den Leuten vor, was sie in ihre Garage stellen dürfen. Sollten Sie in NRW leben und ihre Garage mit Gerümpel vollgestellt haben, könnte Sie das teuer zu stehen kommen. Denn laut Gesetz darf sich dort nur Ihr Auto befinden. Eine Zweckentfremdung ist nicht erlaubt. 2015 wurde ein Garagenbesitzer zu 500 Euro Bußgeld verurteilt, weil er in seiner Garage einen Hobbykeller eingerichtet hatte. Na dann, schnell aufräumen!

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