Vorsicht: Wachsame Oma!

Dienstag, 23.12.2014 PK

Kurz vor Weihnachten haben Versandhändler und Paketdienste Hochkonjunktur. Und wenn keiner zu Hause ist, der das Paket annehmen kann, wird es eben „auf dem kleinen Dienstweg“ kurzerhand beim Nachbarn abgegeben. Leider gibt es aber böse Menschen, die genau diese nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft für ihre Zwecke nutzen…

Immer dieselbe Masche

Die Masche solcher „Warenbetrüger“ läuft fast immer in fünf Schritten ab:

• Die Täter spähen leerstehende Wohnungen bzw. unbenutzte Briefkästen aus.

• Darauf kleben sie ein erfundenes Namensschild.

• Unter diesem Namen bestellen sie Ware – unter Angabe falscher Kontodaten.

• Wenn dann der Postbote mit dem Paket kommt, sind die Betrüger nicht „zu Haus“. Im Normalfall nimmt dann ein freundlicher Nachbar das Paket bei  sich auf.

• Mit dem Abholschein aus dem Briefkasten gehen sie dann zu diesem Nachbarn, holen das Paket ab und verschwinden damit auf Nimmer-Wiedersehen. Unangenehm für den Nachbarn, wenn dann eines schönen Tages die Polizei an der Tür klingelt und nach dem Verbleib des Päckchens fragt…

Omas kriminalistische Neugier

Genau solch ein Ablauf weckte nun den Spürsinn einer rüstigen Dame. Die 75-Jährige entdeckte eines Morgens ein fremdes Namensschild an einem der Briefkästen in ihrem Treppenhaus. Daraufhin fragte sie bei der Hausverwaltung nach, ob denn schon ein neuer Mieter eingezogen wäre. Als das verneint wurde, sie aber kurz darauf zwei Pakete für den vermeintlichen neuen Mieter annehmen sollte, tat sie genau das Richtige: Sie nahm die Pakete an und informierte die Polizei.

Zugriff im Treppenhaus

Knapp eine Stunde später erschienen tatsächlich zwei Verdächtige, um den Abholschein aus dem Briefkasten zu fingern. Immerhin einen von den beiden jungen Männern konnten die Beamten daraufhin auch stellen und festnehmen. Der 24-Jährige wird sich nun wegen Warenbetruges verantworten müssen.

Agatha Christie wäre stolz auf das alte Mädchen gewesen…

Bunte Briefkästen

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