… und nochmals 4 Verkehrsregeln, die es auch nicht geschafft haben

Sonntag, 16.11.2014 PK

Gestern haben wir bereits über Verkehrsregeln berichtet, die es nicht geschafft haben. (4 neue Verkehrsregeln, die es (leider) nicht geschafft haben). Und auch diese hier wurden bedauerlicherweise trotz größter Bemühungen am 52. Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar abgelehnt…

Es werde Licht

Da Fahrräder inzwischen kein per Dynamo erzeugtes Licht mehr haben müssen, um als verkehrssicher zu gelten, kam aus dem Verkehrsministerium die aktuelle Gesetzesvorlage, künftig auch eine zwischen den Zähnen geführte Taschenlampe oder einen hochroten Kopf als angemessene Beleuchtung anzuerkennen. Aus wahltaktischen Gründen (nach der Wahl ist vor der Wahl) machten die Verantwortlichen aber einen Rückzieher, da diese Regelung die Liebhaber von Teelichtern benachteilige.

Gleichberechtigung für Beifahrer

Im Zuge fortschreitender Gleichberechtigung verlangt der TÜV, dass Neufahrzeuge vom kommenden Jahr an auch für den Beifahrer ein Lenkrad aufweisen müssen. Während die Autoindustrie keine technischen Bedenken hat, regt sich erster Widerstand: Die Taxiverbände der Länder fürchten Umsatzeinbußen, sollten Fahrgäste ins Geschehen eingreifen können und womöglich die kürzeste Route zum Ziel wählen.

Vierbeinige Selbstfahrer

Um die Lebenssituation stark sehbehinderter Menschen zu verbessern, fordert das Familienministerium die Fahrerlaubnis für Blindenhunde. Der Entwurf eines Gesetzes wurde im Bundestag einstimmig angenommen, erwies sich allerdings als wenig praktikabel. Eine vom Bund finanzierte Studie führte zu dem Ergebnis, dass die vierbeinigen Probanden überproportional häufig an der schriftlichen Prüfung scheiterten.

…und einer extra: Verbot für Neuwagen

Weil sich die ADAC-Wahl des beliebtesten Autos als Fake herausgestellt hat, wurde inzwischen der echte Favorit der deutschen Autofahrer ermittelt: Es ist ein Mittelklassewagen mit Rostapplikationen im Lack (Farbe egal) und 145.000 Kilometern Laufleistung, Kekskrümel in den Sitzritzen und vollgemülltem Kofferraum. Als beliebteste Sonderausstattung ermittelte die unabhängige Jury defekte Fensterheber und einen löchrigen Auspuff. Worauf offensichtlich viel Wert gelegt wird: Die TÜV-Plakette ist über zwei Monate abgelaufen. 

Die Forderung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz an die Automobilindustrie, endlich verbrauchergerechte gebrauchte Fahrzeuge zu präsentieren, wurde jedoch brüsk zurückgewiesen. Wegen der Umstellung sämtlicher Produktionsstätten wäre ein solches Fahrzeug viel zu teuer.

Verkehrsschild

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