Was Sie als ambitionierter Gauner unbedingt vermeiden sollten…

Freitag, 14.11.2014 HH

Auch Gangster sein will gelernt sein:

Ein Radfahrer in Sport-Outfit fuhr auf den letzten Kilometern seiner Tour durch die Wildnis. Plötzlich tauchten auf der einsam gelegen Straße drei übel aussehende Gestalten auf. Sie versperrten dem Biker den Weg, hielten ihm eine Pistole vor die Nase und erbeuteten seine Sportbrille, das Handy, sein Fahrrad und den Geldbeutel. Doch eines hatten sie nicht bemerkt...

Vom Wegelagerer zum „YouTube“-Star

Auf seinem Fahrrad-Helm, den die Gangster nicht mitnahmen, trug der Beraubte eine sogenannte „Go-Pro“-Kamera. Eine Sport Kamera, die die Tour filmen sollte, um sie daheim nochmals vor dem Bildschirm genießen zu können. Doch statt der schönen Aussicht wurde nun also der Raubüberfall in High-Tech-Qualität aufgenommen und kurz darauf vom bestohlenen Radfahrer bei „YouTube“ gepostet.

Es erübrigt sich fast zu sagen, dass die Täter innerhalb weniger Stunden identifiziert und gefasst werden konnten.

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen

Ähnlich geschickt stellten sich in Villingen zwei Einbrecher bei einem Einbruch in ein Vereinsheim im Mai an. Um den erfolgreichen Beutezug gleich zu feiern, bedienten sie sich an der dortigen Bar. Doch das Ganze endete in einer Art „Koma-Saufen“. Vereinsmitglieder fanden am nächsten Vormittag den einen Täter (37) mit Alkoholvergiftung vor und den anderen (28) orientierungslos wankend auf der Aschenbahn des Sportplatzes. Er musste bis zum Eintreffen der Polizei gestützt werden.

…and the winner is…

Der Gauner des Monats ist aber sicher ein skrupelloser Räuber in einem Ettlinger Supermarkt, der es gleich auf das große Geld abgesehen hatte. Um die Kassiererin zu täuschen und zu motivieren, das Münzgeldfach anzuheben, reichte er ihr einen 500-Euro-Schein. Tatsächlich entriegelte sie nun die Kasse und gab das Schein-Fach frei. Beherzt griff der Täter nach einem Bündel Scheine und entkam.

Doch die Rechnung des Mathematik-Genies ging nicht ganz auf. Einsatz: 500,- €, Beute 380,- €. 

Zumindest war er klug genug, nicht auf das Angebot des Supermarktleiters einzugehen, ihm das Restgeld zu erstatten, falls er sich melden würde….

Verbrecher und ihre Fehler

Weitere Artikel

Kommentare