Tiefkühlfirma gewinnt Namensstreit gegen Neonazis

Mittwoch, 12.07.2017

Nach dem Einspruch einer deutschen Tiefkühlfirma darf sich eine schwedische Neonazi-Gruppierung zukünftig nicht mehr "Nordfront" nennen. 

Damit hatte die rechtsradikale "Nordische Widerstandsbewegung" aus Schweden wohl nicht gerechnet. Die Gruppe wollte sich den Namen „Nordfront“ eintragen lassen und erhielt prompt Post und zwar vom Unternehmen Nordfrost aus dem niedersächsischem Schortens.

Namensstreit: Wenn N und S zu ähnlich sind

Die Tiefkühlfirma schaltete einen Patentanwalt ein und brachte den Fall vor die schwedische Patentbehörde. Resultat: Die Neonazi-Gruppe darf den Namen "Nordfront" nicht mehr für sich nutzen, die Ähnlichkeit mit dem Markennamen Nordfrost sei zu groß: "In visueller und akustischer Hinsicht besteht ein hoher Grad an Ähnlichkeit, da die Wörter Nordfrost und Nordfront sich nur in der Rechtschreibung, also in den Buchstaben S und N unterscheiden", wird das Patentamt in der schwedischen Zeitung Expressen zitiert. Ein Sieg für die international tätige Tiefkühlfirma, die nun nicht mehr um ihren guten Ruf fürchten muss.

Verbot der Bezeichnung "Nordfront"

Die Neonazi Gruppe „Nordische Widerstandsbewegung“ wurde 2016 offiziell in Schweden gegründet und ist in mehreren skandinavischen Ländern aktiv mit dem Ziel, eine nordische nationalsozialistische Republik zu schaffen. Die rechtsradikale Gruppe richtet sich vor allem gegen die Einwanderung von Flüchtlingen nach Nordeuropa.

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