Die zehn fiesesten Scheidungstricks: 1. Der Missbrauchsvorwurf

Montag, 18.01.2016 DOD

Nach einer Trennung entbrennt nicht selten der Kampf um Kinder, Unterhalt und Vermögen. Scheidungsanwälte können ein Lied davon singen, was Paare so alles tun, um sich selbst möglichst viele Vorteile zu verschaffen – und das auch oft auf Kosten der eigenen Kinder.

Ganz fies: Der Missbrauchsvorwurf. Die Frau behauptet einfach, der Mann habe das gemeinsame Kind missbraucht. Da reagieren alle Beteiligten sehr empfindlich drauf. Das Ziel: Das alleinige Sorgerecht ohne Besuchsrecht des Mannes zu bekommen.

Gericht darf Anschuldigung nicht ignorieren

Diese Leichtigkeit, mit der ein solcher Vorwurf oftmals vorgebracht wird, ist tragisch und gefährlich. Denn ein Gericht darf eine derartige Anschuldigung nicht ignorieren und muss die Sache daher strafrechtlich klären, egal, wie unglaubwürdig sie klingt.

(Lenßen Tipp: Meine Ex-Frau wirft mir sexuelle Belästigung unserer Tochter vor!)

Zieht Verfahren in die Länge

In der Zwischenzeit kann das Scheidungsverfahren unter Umständen unterbrochen werden. Und das kann dann schnell mal ein oder zwei Jahre dauern. In dieser Zeit darf der Vater seine Kinder entweder gar nicht oder nur unter Aufsicht sehen - was natürlich sinnvoll ist, wenn ein begründeter Verdacht besteht.

Große Belastung

Trotzdem: Das begleitete Besuchsrecht ist eine riesige Einschränkung und belastet die Situation zusätzlich. Sehr wahrscheinlich, dass sich die Kinder in dieser Zeit vom Vater entfremden. Und genau so tragisch: Auch wenn der Vater komplett unschuldig ist, bleiben doch immer Restzweifel, ob es einen Missbrauch gab oder nicht.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Strafgesetzbuch, Sexueller Missbrauch von Kindern, § 176

Mädchen zwischen zerrissenem Foto

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