Die zehn fiesesten Scheidungstricks: 9. Das Einkommen klein rechnen

Dienstag, 26.01.2016 DOD

Selbständige haben Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Kommt es dann zur Scheidung, kann darunter der bisherige Ehepartner leiden. Denn der Kreativität des „Klein-Rechnens“ sind dann keine Grenzen gesetzt…

Unternehmer greifen dann gerne zur finanzieller Taktik: Das eigene Einkommen wird kleingerechnet, es werden Rückstellungen gebildet oder die Geliebte wird als gut bezahlte Sekretärin eingestellt. Auf dem Papier verdient der Unternehmer dann weniger, die Ansprüche des bisherigen Partners im Scheidungskrieg werden so minimiert. Und es ist für den Gegner schwierig, die wahren Einkommensverhältnisse festzustellen.

Im Zweifel hilft ein Gutachter

Aber Vorsicht: Die Gegenseite kann bei Gericht das Gutachten eines Wirtschaftsprüfers über die Bilanzen der vergangenen drei Jahre fordern. Solche Gutachten kosten zwar. Doch bei größeren Summen, um die gestritten wird, kann sich das lohnen. Und den Trickser kann das empfindlich treffen. Ratsam ist auf jeden Fall, sich mit einem wirtschaftskundigen Fachanwalt für die Scheidung zu wappnen.

Bei Angestellten sieht die Sache anders aus

Bei Angestellten ist die Sache einfacher. Doch auch hier wird oft getrickst. Zum Beispiel, indem sich ein Partner weigert, zu arbeiten oder anderweitig Geld zu verdienen. Oder er provoziert seine Kündigung. Dann kann  ein Gericht ein fiktives Einkommen festlegen, das dann bis zu 30 Jahre als Maßstab gilt. Sobald dann wieder Geld da ist, kann es sofort vom anderen Teil im Scheidungsverfahren eingefordert werden.

Geschäftsmann mit leerer Tasche

Weitere Artikel

Kommentare