Kranker Mops macht Kasse

Freitag, 25.09.2015 DOD

Ist es draußen nass und kalt, dann humpelt Emma. Ihre Besitzerin glaubt, dass Emma seit ihrer Geburt einen Haltungsschaden hat und verlangte deshalb von der Züchterin ein Teil des Geldes zurück. Die wollte allerdings nicht zahlen, und so entbrannte ein Rechtsstreit, der zwei Jahre dauerte…

Mopsfidel ist Emma nicht. Die Hündin, ein waschechter Mops, hat Schmerzen, und das seit Geburt an. Denn Emma hat Arthrose im Knie- und Ellenbogengelenk. In erster Instanz verlor Emmas Frauchen allerdings den Prozess gegen die Züchterin. Doch die Besitzerin gab sich nicht geschlagen, und der „Fall Emma“ landete schlussendlich vor der Zivilkammer des Landgerichts Ingolstadt.

Goldkugel in den Gelenken

Bei „Emma von den kleinen Molossern“ - so der volle Name der Mopsdame - wurde an nichts gespart. Frauchen ließ sogar Goldkügelchen an den Akkupunkturstellen der geliebten Hündin implantierten. Damit sollte die Behandlung noch effektiver sein. Doch so viel Aufwand geht natürlich ins Geld: Auf mindestens 1.400 Euro belaufen sich nach Angaben der 28-Jährigen mittlerweile die Behandlungskosten.

Jetzt gibt es einen großen Knochen für Emma

Am Landgericht Ingolstadt kam es in der zweiten Instanz und nach zwei Jahren Rechtsstreit nun zum Vergleich. Die inzwischen nicht mehr aktive Züchterin erstattet der Hundebesitzerin den halben Kaufpreis – 700 Euro. Im Gegenzug verzichtete Emmas Frauchen auf alle Ansprüche aus dem Kaufvertrag. Emma ist nun vier Jahre alt. Besser laufen kann die kleine Mopsdame durch dieses Urteil wahrscheinlich nicht. Aber über den riesigen Knochen, von ihrem überglücklichen Frauchen spendiert, konnte sie sich bestimmt freuen…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landgericht Ingolstadt, Vergleich vom 29. Juni 2015

Mops auf Sofa

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