Erschreckend und gemein: Pferderipperin zerstückelt Zirkuspony

Sonntag, 14.06.2015 PK

Er war der kleine Star beim Zirkus Roncalli: Mini-Shetty-Hengst „Mario“. Doch wegen einer Augenentzündung, bei dem er ein Auge verlor, durfte er nicht mehr in die Manege – mit elf Jahren ging das niedliche Pony deswegen in Frührente, lebte glücklich in einem offenen Stall bei Troisdorf. Jetzt fand die Polizei ihn zerstückelt im Wald…

Mario war nicht viel größer als ein Golden Retriever: Gerade mal 70 Zentimeter hoch. Der kleine Hengst hatte ein gutes Leben in einem so genannten Offenstall, von wo aus er mit anderen Pferden nach Lust und Laune auf der Weide herumtollen konnte. Schließlich war er Bewegung gewohnt: Der Minihengst war einmal eine der Attraktionen im Circus Roncalli. Vor etwa einem Jahr übernahm die Troisdorferin Antje Müllenschläder den niedlichen Fuchshengst. „Er hatte nach einer Entzündung nur noch ein Auge, und einäugige Pferde können natürlich nicht im Zirkus auftreten“, berichtet die 45-Jährige. 

Alle dachten, er wäre nur weggelaufen

Zunächst dachten alle, er sei vor dem Feuer weggelaufen, das am vergangenen Sonntag den Stall vernichtet hatte. Doch Mario blieb verschwunden. Eine intensive Suche mit 30 Reitern brachte nichts. Auch ein paar extra herangefahrene paarungsbereite Pferdemädels brachten den kleinen Casanova nicht zurück in den Stall. Und Spürhunde verloren nach kurzer Zeit die Fährte.

Die traurige Gewissheit

Am Freitag fanden Spaziergänger im Wald allerdings ein Pferdebein. Und damit herrschte traurige Gewissheit: Mario ist nicht mehr am Leben. Wie sich kurz darauf herausstellte,  wurde er aus dem Stall gestohlen und umgebracht, anschließend zerstückelt und in der Gegend verteilt. Wenigstens wurde eine Tatverdächtige gefasst: Die Polizei konnte die Frau in ihrer Wohnung festnehmen, und bei ihrer Vernehmung gab die brutale Pferderipperin die Tat auch zu und machte Angaben, wo sie die übrigen Teile von Marios Körper versteckt hat. Ein Haftrichter ordnete darauf Untersuchungshaft  an.

Das beängstigende Tatmotiv

Was bringt Menschen dazu, solche Gräueltaten an Tieren zu verüben? Die Antwort darauf ist noch schrecklicher als die Tat selbst: Forensiker gehen in der Regel von psychisch und/oder sexuell gestörten Tätern aus. Und Menschen, die irgendwann einmal zu Serienmördern wurden, haben fast alle mit sadistischen Tiermorden ihre „Karriere“ begonnen… Welches Motiv die Pferderipperin von Troisdorf hatte, werden wir nachberichten. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Tierquälerei, Straftat gem. § 17 Tierschutzgesetz, Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder  Geldstrafe

Pferdekoppel

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