Verbrechen zahlt sich nicht aus? Von wegen!

Montag, 15.12.2014 PK

Wer für die Gunst seiner Angebeteten klaut, schindet mit ziemlicher Sicherheit mächtig Eindruck – und zwar den allerbesten. Glauben Sie nicht? Können Sie aber. Denn eine Kriminalstudie der besonderen Art beweist genau das!

Forscher beobachteten über ein Jahr lang eine Gruppe von Schimpansen, die in einem Gebiet mit vielen Plantagen lebte. Auffällig dabei war die kriminelle Energie, die männliche Schimpansen aufbrachten, um die Anpflanzungen zu plündern und vorwiegend gemopste Papayas an die reproduktionsfähigen Weibchen ihrer Sippe zu verschenken. Im Austausch für die süßen Früchte wurde den Dieben daraufhin eine „besonders intensive Zuwendung“ zuteil.

Affiger Zickenkrieg

Dass die Herren aber nicht wahllos mit den begehrten Präsenten um sich warfen, ist ebenfalls eindeutig belegt: Ein Weibchen mit offensichtlich sehr schlechtem Ruf unter ihren Genossinnen wurde außergewöhnlich häufig beschenkt. Und das Männchen, das sie wiederum am häufigsten für ihre Dienste „bezahlte“, bekam tatsächlich sogar mehr „Streicheleinheiten“ als das Alpha-Männchen der Gruppe.

Der Cleverste gewinnt

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Interessant ist immerhin, dass hier nicht die Männchen mit den dicksten Muckis die Gunst der Damenwelt eroberten, sondern die, die am meisten Mut und vor allem Geschick bewiesen. Erwischen lassen hat sich nämlich keiner der cleveren Papaya-Dieben.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Diebstahl (§ 242 StGB), Prostitution (§1 ProstG)

Affe, Orang-Utanbaby

Weitere Artikel

Kommentare