Keine Strafe für Erika – Verfahren eingestellt

Samstag, 18.10.2014 BJ

In Nordrhein-Westfalen kam es zu einem Unfall mit einer E-Bike-Fahrerin. Beim Sturz brach sich die Frau das Nasenbein und erlitt Prellungen. Von den herbeigerufenen Polizeibeamten konnte als Unfallverursacherin zweifelsfrei eine Gans mit Rufnamen Erika ermittelt werden.

Die Fahrradfahrerin wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Gans musste zwar einige Federn lassen, blieb im Wesentlichen aber unverletzt. Erika’s Besitzerin allerdings erhielt einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe in Höhe von 500.- € wegen fahrlässiger Körperverletzung, da sie ihre Gans nicht unbeaufsichtigt hätte herumlaufen lassen dürfen.

Straffreiheit für Erika 

Der Pressedezernent der Staatsanwaltschaft Detmold gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass eine strafrechtliche Verfolgung der Gans Erika nicht geplant sei. Vielmehr habe sie sich im Wesentlichen vorbildlich verhalten: Sie habe sich nicht vorzeitig vom Unfallort entfernt und ordnungsgemäß auf die zur Unfallaufnahme herbeigerufenen Polizeibeamten gewartet. Bei der Schadensbegutachtung habe Erika aufmerksam zugeschaut, wenngleich sie augenscheinlich keinerlei Schuldeinsicht erkennen ließ. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

§ 407 StPO, § 229 StGB, § 28 StVO

Kaputtes Fahrrad

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