Den Junggesellenabschied irgendwie falsch verstanden

Mittwoch, 01.07.2015 PK

In diesem Jahr haben sich drei angehende Eheaspiranten den denkbar schlechtesten Start in ihr neues Leben ausgesucht: Kurz vor der Hochzeit gab es nämlich mächtig Ärger, der ganz sicher Nachwirkungen haben wird….

… doch kein Wunder, wenn man falsch versteht, worum es eigentlich bei einer solchen Party geht:

Falsch verstanden #1: 

„Die Hochzeit ist wie ein Sprung ins kalte Wasser“ 

Ein dramatische und gar nicht lustiges Ende nahm die Junggesellenabschieds-Party eines Bayern: Der 25-jährige Bräutigam aus Hofheim sprang nach einer durchzechten Nacht auf der Reeperbahn gegen 8 Uhr morgens in die Elbe. Was er nicht wusste: Der Fluss ist bei Ebbe nicht besonders tief. Hätte er sich doch bloß von seinen Freunden von der angeberischen Mutprobe abhalten lassen! Jetzt liegt er anstelle des Flitterwochenbetts im Krankenhaus mit dem Verdacht auf Querschnittslähmung.

Falsch verstanden #2: 

„Am meisten liebt sie meine blauen Augen“

Auch der zweite Fall eines unrühmlichen Abschieds aus der Freiheit eines Singles spielte sich in Hamburg ab. Während der Junggesellenabschieds-Feier auf einem Party-Schiff kam es zu einer wüsten Prügelei. Die MS „Classic Queen“ schipperte abends mit rund 315 Gästen auf der Elbe herum. Plötzlich wurden mehrere Verletzte gemeldet. Zwei Frauen und vier Männer kamen in Kliniken. Die Polizei ermittelt jetzt, ob eventuell K.O.-Tropfen der Grund für die Schlägerei waren – ein Veilchen jedenfalls hatten recht viele Gäste.

Falsch verstanden #3: 

„Meine Frau will einen ganzen Kerl“

Unverletzt, aber was seine Ehe betrifft, nicht wirklich besser konditioniert, kam ein 45-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen weg. Er wollte mit seinen Kumpels noch mal richtig auf den Putz hauen, bevor das Ja-Wort ihn womöglich für immer vom Feiern abhalten könnte. Die Freunde gingen also auf ein Schützenfest in der Lüneburger Heide – und als das dortige Bierzelt zu fortgeschrittener Stunde schloss, fuhr die Clique per Taxi in ein Bordell. Am nächsten Tag erstattete der Bräutigam Anzeige, weil ihm dort angeblich seine EC-Karte gestohlen worden war. Doch die Polizei ermittelte: Gestohlen war sie nicht. Dafür aber wurde damit gleich viermal im Bordell ein recht hoher Betrag bezahlt. An die entsprechenden Gegenleistungen seitens des Personals will der Heiratsaspirant sich nicht erinnern können. Ob seine Zukünftige deswegen inzwischen schon wieder seine Ehemalige ist – darüber hat die Polizei keine Erkenntnisse. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Körperverletzung §§ 223 bis 231 StGB

Beischlafdiebstahl, strafbar gem. §§ 242 und 243 StGB

Tipps für einen Junggesellenabschied ohne Blamagen gibt es hier bei fem.com

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