Hells Angels: Berlin schickt seine Engel zur Hölle

Donnerstag, 02.10.2014 HH

Schon lange ist der Staatsanwaltschaft in Berlin die Präsenz der „Hells Angels“ ein Dorn im Auge. Deshalb hat sie nun einen Beschluss gefasst: Künftig sind alle öffentlich getragenen Insignien der Höllen-Engel verboten…

Wer doch noch mit den Zeichen erwischt wird, dem drohen ab jetzt hohe Bußgelder und Haftstrafen. Vor allem auch die Jacke, die sogenannte „Kutte“, darf nicht mehr getragen werden.

Die „Kutte“ als Personalausweis des Bösen

Was man hierzu wissen sollte: Neben dem geflügelten Totenkopf  tragen die Mitglieder die Initialen MC (für Motorrad-Club) und dem Schriftzug „Hell`s Angels“. Die Symbole auf der Jacke geben dem Insider zusätzlich Auskunft über den Rang des Trägers innerhalb des streng hierarchisch aufgebauten Motorradclubs. In den USA kann auf der Jacke des Bandenmitglieds sogar auch die begangenen Verbrechen abgelesen werden. 

Mit Blut geschriebene Rocker-Romantik 

Die Polizei hat sogar ein eigenes Dezernat für den „Brennpunkt Rockerbanden“ eingerichtet. Der Grund dafür sind blutige Bandenkriege mit dem Erzfeind „Bandidos“, so wie das Hinrichten von Bandenmitgliedern auf offener Strasse. Außerdem werden den Hell`s Angels dunkle Machenschaften wie Drogen- und Menschenhandel, sowie Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung oder das Waffengesetz vorgeworfen. Scheint ganz so, als ob seit dem Berliner Beschluss für die „Höllenengel“ die himmlischen Tage in Deutschland gezählt sind.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

OLG Hamburg Az.: 1-31/13 und 1-20/13

Hells Angel aus Italien

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