Dumm und dümmer: Diebische Raubzüge als Lachnummer

Freitag, 30.06.2017

Kein Zweifel, so manchem kriminellen Coup fehlt es an der richtigen Planung. Skurril wie in den folgenden Fällen wird’s aber erst, wenn sich die dümmsten Diebe im Grunde selbst überführen.

Kennen Sie die „Ocean’s“-Trilogie? Smarte Gentlemen-Verbrecher führen hier ihre akribisch geplanten Raubzüge zum Erfolg. Das es auch anders geht, bewies im TV zum Beispiel die "Olsenbande". Aber das wahre Leben hat weit Besseres zu bieten.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Ein Dieb in Virginia rettete sich 2010 vor dem überraschen heimkehrenden Hausbesitzer ins Obergeschoss. Leider konnte er nicht an sich halten, als dieser unten Witze zum Besten gab. Sein lautes Lachen überführte ihn und führte schließlich zur Festnahme.

Schwer verwertbares Diebesgut

1995 wollten fünf Männer aus Saarmund nachts mit einem geklauten LKW einen Geldautomaten aus der Verankerung reißen. Gesagt, getan. Sie entkamen mit dem Automaten, hatten aber leider nur den Kontoauszugdrucker erwischt.

Überfall mit Adresse

Ein Wuppertaler Bankräuber wollte wohl unnötiges Aufsehen vermeiden und legte einfach ein Papier mit dem Schriftzug "Das ist ein Überfall" auf den Banktresen. Dummerweise hatte er für seine Botschaft die Rückseite eines an ihn adressierten Briefumschlags genutzt.

Sicher ist sicher

Ein Räuber im spanischen Palma de Mallorca war 2003 weniger dezent. Mit vorgehaltener Waffe forderte er die Überweisung von 100 Millionen Euro auf sein Konto. Für weitere Angaben legte dann seinen Ausweis dazu. Schließlich sollte das viele Geld ja auch sicher ankommen.

Gefangen im sozialen Netzwerk

Die Allgegenwärtigkeit in den sozialen Medien ist eine Sucht – und einem Dieb in West Virginia 2009 zum Verhängnis geworden. Er hatte in einer Privatwohnung Schmuck geklaut und dann nur kurz am Computer der Opfer sein Facebook-Account gecheckt. Soweit okay – aber dann versäumte er, sich auch wieder auszuloggen.

Die wichtigsten Infos zum Thema Diebstahl, erklärt Ingo Lenßen in diesem Video.

Zu viel Reinlichkeit

Dieser 25-jährige Einbrecher in Kalifornien hat eindeutig übertrieben: Noch am Tatort köpfte er 2012 eine Flasche Champagner, kochte sich eine Kleinigkeit dazu und gönnte sich danach eine ausgiebige Dusche. Den Hausbesitzer irritierte allerdings das rauschende Wasser – der nackte Übeltäter konnte leicht festgenommen werden.

Einfach zu verführerisch

Die Aussicht auf ein heißes Date war für einen Dieb in Regensburg 2001 einfach zu verlockend. Der Mann entwendete zunächst ein Handy und erhielt kurz danach eine verführerische klingende SMS. Als er zum vereinbarten Treff erschien, wartete allerdings keine Dame, sondern die Polizei.

Dauerhaft markiert

Recht leicht hatte es die Polizei 2009 bei der Aufklärung eines Wohnungseinbruchs in Iowa. Zeugen hatten die Räuber mit ihren maskenhaft geschminkten Gesichtern zunächst genau beschrieben, was dann auch eindeutig sein sollte. Beide Männer trugen noch bei ihrer Festnahme ein klares Strichmuster im Gesicht, denn der Permanent-Marker ließ sich eben nicht so leicht abwaschen.

Freundliche Begleiter

Als der Autodieb in Budapest zuschlug, schien die Chance günstig: Der Fahrer eines Kleinbusses war kurz ausgestiegen, ohne den Schlüssel abzuziehen. Der Dieb sprang also auf den Fahrersitz, um den Motor zu starten – nur die Herren im Fond des Wagens rieten dringend ab. Denn hinter den verdunkelten Scheiben wartete eine Sondereinheit der Polizei auf ihren Einsatz.

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