Dümmer als die Polizei erlaubt

Montag, 07.12.2015 PK

Hamburg, am 13.10.2015 gegen 10.00 Uhr, nimmt ein Mann in einem Schuhgeschäft im Bahnhof Altona zwei Schuhe aus der Auslage. Er zieht sie an und verlässt fluchtartig den Laden. Aber offenbar hat er sich vergriffen: Die Schuhe haben nicht dieselbe Größe – und es sind zwei linke! Also kommt der Dieb zurück, um einen der Schuhe umzutauschen…

…dabei läuft er den beiden Polizisten in die Arme, die gerade die Anzeige wegen des Schuhdiebstahls aufnehmen. Was er übrigens nicht bemerkt hat: In der Auslage befinden sich ausschließlich linke Schuhe, die rechten bleiben aus Sicherheitsgründen immer im Lager.

Für den Blödesten sollte es eine Medaille geben

Man könnte Bücher schreiben über solche Typen, die der eigene IQ – weil der knapp oberhalb der Teppichkante liegt – zu Fall bringt. Vielleicht machen wir das irgendwann. Hier aber erst einmal unsere Favoriten für den „Dusseligster Krimineller - Award“:

Opfer der eigenen Reinlichkeit: 

Am 15. April 2012 brach der 25-jährige Michael C. im kalifornischen Joshua Tree in ein Haus ein. Wie er auf die Idee kam, die Dusche zu benutzen, ist bis heute ungeklärt. Jedenfalls hörte der Hausherr das Wasser rauschen, als er nach Hause kam. Michael C. dagegen hörte, wie Polizisten die Dusche umstellten, nicht.

Nicht jeder kennt schon jeden Witz: 

Im Herbst 2010 versteckte sich ein Einbrecher im Obergeschoss eines Einfamilienhauses. Er wurde entdeckt, als der Hausherr seinen Gästen im Erdgeschoss einen Witz erzählte, den der Einbrecher wohl noch nicht kannte. Sein Versteck war schnell gefunden, weil der Lachkrampf nicht aufhören wollte.

Und das Internet macht doch dumm: 

Im September 2009 schnappte die Polizei einen Einbrecher, weil der sich auf dem Rechner des Hausbesitzers schnell noch in seinen Facebook-Account einloggte, um die Lage in seinem „Freundeskreis“ zu peilen. Die Fahndung nach dem Mann dauerte keine Stunde.

Am falschen Ende gespart: 

Ebenso tollpatschig ging ein Bankräuber in Wuppertal vor: Um keine Aufmerksamkeit zu erregen, legte er einen Zettel mit dem Satz „DAS IST EIN ÜBERFALL“ auf den Tresen.  Er hatte seine Drohung allerdings auf einen schon benutzten Briefumschlag geschrieben, der an ihn selbst adressiert war.

Beim Tatwerkzeug daneben gegriffen: 

Perfekt getarnt hatten sich zwei Einbrecher in IOWA/USA: Für ihren nächtlichen Coup hatten sie sich extra die Gesichter geschwärzt. Dummerweise mit wasserfestem Edding – die Farbe ließ sich nicht wieder abwaschen.

Seiltanz mit Abzügen in der B-Note: 

Ein echter Klassiker aus Deutschland ereignete sich im Jahr 1995: Fünf ganz ausgekochte Schlitzohren fuhren nachts vor eine Bank, befestigten ein Stahlseil an einem der Automaten und gaben Vollgas. Sie entkamen unerkannt  - mit einem Kontoauszugsdrucker.

Manche schießen sich selbst die Lichter aus

Geht’s noch blöder? Und ob! Nämlich, wenn sich die Täter gleich selbst außer Gefecht setzen. Wie Peter G., der in Hamburg in das Schnapslager einer Spedition einbrach und, bevor er seine Beute palettenweise nach draußen schaffte, erst einmal eine Qualitätsprüfung vornahm. Die Polizei fand ihn am nächsten Morgen mit 4,0 Promille.

Fröhlicher Einbrecher

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