Die zehn schlimmsten Gefängnisse der Welt, Rang 4

Freitag, 04.12.2015 DOD

Rang 4: Louisiana State Gefängnis - früher arbeiteten Sklaven hier

Vor dem amerikanischen Bürgerkrieg war das Louisiana State Gefängnis -  auch bekannt als „The Farm“ oder „Angola“ - eine Plantage, auf der Sklaven arbeiteten, heute ist es eines der größten Hochsicherheitsgefängnisse in den USA. Mehr als 5000 Männer sitzen hier ihre Strafen ab, drei von vier der Häftlinge haben Lebenslang – sie werden also aller Voraussicht nach im Gefängnis sterben. Dementsprechend niedrig liegt die Frustrationsgrenze, Brutalität unter den Gefangenen gehört zur Tagessordnung.

Schon immer blutige Proteste

Angola war früher außerdem als das schlimmste Arbeits-Gefängnis der USA verschrien. 1952 schnitten sich deshalb sogar 31 Insassen die Achillessehne durch, um so gegen die harten Arbeitsbedingungen und die Brutalität im Gefängnis zu protestieren. Aber auch heute noch müssen die Gefangenen unter härtesten Bedingungen die Felder bestellen, berittene Wächter kontrollieren dabei jede ihrer Bewegungen. Eine Flucht ist nahezu unmöglich - meterhohe Stacheldrahtzäune, Wachtürme und Lichtmasten umschließen das Gelände, es wird beim kleinsten Fehlverhalten scharf geschoßen.

Gefangene als Gladiatoren

Eine mehrmals im Jahr stattfindende und sehr beliebte Abwechslung ist zudem das „Angola Prison Rodeo“, bei dem wilde Stiere auf die Gefangenen losgelassen werden. Die sind zwar mit Schutzweste und Helm ausgerüstet, gebrochene Knochen und Schlimmeres gehören aber zu dem blutigen Spektakel dazu. Aber wer jetzt denkt „Wer will denn so was sehen“: Karten für die 10.000 Sitzplätze sind schon Wochen vor dem Event restlos ausverkauft.

Amerikanische Strafgefangene bei der Arbeit

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