Zwergenweitwurf - Wird es der Menschheit langsam zu langweilig?

Montag, 14.09.2015 MLK

„Zwergenweitwurf“. Dabei werden kleine Menschen – statt Sportgeräte – so weit wie möglich geworfen. Und der, dessen Zwerg am Weitesten fliegt, gewinnt…

Sie glauben, das hätten wir uns nur ausgedacht? Nein - Denn genau damit warb die Diskothek eines Freizeit- und Unterhaltungsparks in Deutschland. Stolz wurde dabei verkündet, dass die Sensation aus den U.S.A. nun auch hier veranstaltet werden würde. Dabei sollten Kleinwüchsige von „interessierten jungen Männern" als Wurfobjekt zum Messen der eigenen Kräfte genutzt werden.

Staatssekretär muss einschreiten

Im letzten Moment schritt allerdings der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit ein und verbot dieses menschenverachtende Schauspiel, da „kein Mensch als Sportgerät missbraucht werden dürfe“.

Man(n) wehrt sich

Doch gegen dieses Verbot wehrte sich – der „Zwerg“ selbst! Denn er war der Meinung, dass durch das Verbot seine Berufsausübung verhindert werden würde. Er verdiene ja schließlich sein Geld damit. Der Abend müsse stattfinden! Es sei außerdem sein freier Wille, wenn er sich als Sportgerät zur Verfügung stellen würde.

Auf die Menschenwürde kann nicht verzichtet werden!

Doch die Menschenwürde ist nicht disponibel! Das bedeutet, dass niemand selbst darüber entscheiden kann, wann er seine Menschenwürde verletzen lässt. Deshalb muss sich in solchen Momenten auch die Berufsfreiheit dieser Würde unterordnen. Die Show wurde also abgesagt, und der „kleine“ Mann muss sich in  Zukunft einen anderen Job suchen…

Fliegender Zwerg

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