Ein krankes Haustier hat einen „Sachmangel“? Nicht jeder sieht das so!

Sonntag, 13.03.2016 PK

Und das ist gut so. Wir verzichten heute mal auf die Analyse der Rechtslage, weil es eine Geschichte dazu gibt, die das viel besser erklärt. Das Original heißt „Puppies For Sale“ und stammt von Dan Clark. Eine Geschichte, die zu Herzen geht…

Als der Ladenbesitzer einer Tierhandlung gerade das Werbeschild mit der Aufschrift „Hundebabys zu verkaufen“ am Schaufenster anbrachte, kam ein kleiner Junge vorbei und fragte, was die denn kosten würden. „50 Euro,“ sagte der Mann. 

Anschauen kostet nichts

Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus. „Ich habe leider nur sieben Euro und fünfundachtzig Cent“, sagte er. „Darf ich sie mir trotzdem einmal anschauen?“ „Aber klar doch“, lächelte der Ladenbesitzer, pfiff nach seiner Hündin – und fünf kleine, süße Fellknäuel stolperten hinter ihr her. Eines davon aber war langsamer als die anderen. Der kleine Mischlingswelpe humpelte. 

Behindert = wertlos?

Was hat der Kleine dahinten?“ fragte der Junge. Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe schon seit seiner Geburt ein verkrüppeltes Bein hatte und das er nie richtig würde laufen können. „Den nehme ich“, sagte der Junge. Der Mann jedoch antwortete: „Also den kann ich dir nicht verkaufen. An dem wirst du keine Freude haben. Aber wenn du ihn unbedingt haben willst, schenke ich ihn dir.“ 

Was kostet Liebe

Da wurde der kleine Junge wütend: „Ich will ihn nicht geschenkt! Dieser kleine Hund ist genauso viel wert wie die anderen! Ich möchte Ihnen meine sieben Euro fünfundachtzig geben und bringe dann jede Woche einen Euro vom meinem Taschengeld vorbei, bis er abgezahlt ist.“ Der Mann schüttelte verständnislos den Kopf: „Lass es sein – er wird niemals in der Lage sein, mit dir zu rennen und zu herumzutollen oder ein Stöckchen zu apportieren wie die anderen.“ Da zog der Junge sein linkes Hosenbein etwas nach oben. Zum Vorschein kam eine Metallschiene, die sein invalides Bein stützte. Liebevoll auf den Hund blickend sagte er: „Ich renne selbst auch nicht besonders gut. Dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Kaufvertragsrecht §§ 433 ff. BGB

Trauriger Hund mit Verletzung

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