Erpressung als Sahnehäubchen im „Fall Uli Hoeneß“

Samstag, 04.10.2014 HH

Gerade erst hatte der Ex-Bayern-Präsident mit seiner Einwendung gegen die Einweisung in die JVA Landsberg für Furore gesorgt. Nun kam heraus: Der wegen schwerer Steuerhinterziehung verurteilte Uli Hoeneß wurde Opfer einer versuchten Erpressung.

In einem mehrseitigen Schreiben, das im Bauernhaus von Hoeneß in Bad Wiessee aufgefunden wurde, wurde ein Betrag von 200.000 Euro gefordert. „Andernfalls müsse Familie Hoeneß mit Gewalt und auch Uli Hoeneß mit erheblichen Schwierigkeiten während seiner Haftverbüßung rechnen, egal in welcher Haftanstalt“. Damit spielte der Täter auf die Tatsache an, dass die Anwälte von Hoeneß derzeit versuchen, für ihn eine Haftverbüßung in der wesentlich moderneren JVA Landshut zu erreichen. Die Familie verständigte darauf sofort die Polizei und ging zum Schein auf die Forderungen des Erpressers ein.

Die Übergabe, die Flucht und der Sturz

Doch der Erpresser erwies sich als Dilettant. Bei der von der Polizei zum Schein inszenierten Geldübergabe an einer Bushaltestelle in Sendling verlor der Täter die Kontrolle über sein Fluchtfahrzeug: Er fiel vom Fahrrad.

Die Haft

Laut Stephan Somt von der Polizei Rosenheim handelt sich dabei um einen 50-jährigen Münchner, der bereits mehrere Haftstrafen verbüßt hat. Gemäß dem Sprecher des Polizeipräsidiums wurde die Sache von der Polizei sehr ernst genommen. Inwieweit es sich dabei wirklich um einen Einzeltäter handelt oder er vielleicht tatsächlich Kontakte in die Haftanstalten besitzt, wird noch sorgfältig geprüft. Uli Hoeneß sollte seine Haftstrafe nun endlich in Ruhe antreten dürfen.

Roter Koffer mit Geld

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