Sozialbeiträge: Putzfrau spuckt dem Lafer in die Suppe

Mittwoch, 01.10.2014 HH

Gerne nimmt man dem österreichischen Sternekoch Johannes Lafer, 56, den „freundlichen und liaben Buabn von nebenan“ ab. Stattdessen hat er wohl über mehrere Jahre hinweg Sozialbeiträge seiner privaten Haushaltshilfe nicht korrekt abgeführt.

Jahrelang war Lydia D., 57, für den Haushalt, die Kinder und das Putzen im privaten Haushalt zuständig gewesen. Dabei soll es in ihrem Arbeitsvertrag unter anderem eine Urlaubsregelung gegeben haben, in der der Mitarbeiterin kein bezahlter Urlaub zugestanden hatte. War die Familie Lafer im mehrwöchigen Urlaub, musste Frau D. die versäumten Dienststunden nacharbeiten. Doch das richtig böse Erwachen kam erst, als das Arbeitsverhältnis beendet wurde:

Da kann einem der Appetit vergehen...

Durch fingierte Arbeitsverhältnisse in seinen Catering- und Restaurantbetrieben wurden die Sozial- und Steuerabgaben gesenkt, und somit auch der Arbeitslosengeldanspruch der Angestellten. Ihre Rentenansprüche werden wohl auch darunter leiden. 

Man muss nicht alles schlucken

Die ehemalige „Perle“ des mehrfach ausgezeichneten Fernsehkochs erhob nun Klage am Arbeitsgericht Bad Kreuznach.

Lafer kocht nun auf „Kleiner Flamme“ 

Johannes Lafer selbst hat sich bislang nicht öffentlich geäußert. Außerdem hat er schon Erfahrung, was Ärger mit Angestellten angeht: Bereits vor ein paar Jahren kam es zu Unregelmäßigkeiten bei der Entlohnung eines vietnamesischen Küchenhelfers.

Ist das Image erst versalzen…

Wer im Rampenlicht steht, trägt Verantwortung. Täglich seinen rund 80 Mitarbeitern gegenüber, aber auch außerhalb seiner Unternehmungen....“, so stellt sich der Koch und Ehrenämtler Lafer auf seiner eigenen Homepage gerne dar. 

Schau`n mer mal, wie lang er seine Töpfe trotz kochender Putzfrau noch am Brodeln halten kann.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Arbeitsgericht Bad Kreuznach, Az 11 CA 369/14

Hand am Herd

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