Paul McCartney? Wer? Nie gehört. Du kommst hier net rein!

Dienstag, 23.02.2016 PK

Wie VIP muss man eigentlich sein, um Zutritt zu einem Nachtclub in Los Angeles zu bekommen? Nun, eine der bedeutendsten Musik-Ikonen zu sein, reicht offenbar nicht. Der Allerwelts-Vorname Paul auch nicht, und der Nachname McCartney erst recht nicht – wenn man es mit einem tumben Türsteher zu tun hat...

Denn kein Geringerer als Paul McCartney scheiterte jüngst am Sicherheitspersonal des Clubs  „The Argyle“, als er nach der Grammy-Verleihung die Aftershow-Party von Rapper Tyga  besuchen wollte. Ein Türsteher verwehrte ihm den Zutritt, obwohl sich der Ex-Beatle in Begleitung zweier weiterer Top-Musiker befand: dem US-Sänger Beck und dem Foo-Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins. 

Was, bitte schön, ist ein Beatle?

Half alles nichts. Den Türstehern wird die Rock-Legende McCartney mit seinen zarten 73 Lenzen wohl schlicht zu alt gewesen sein, um ihn auf eine Rapper-Party zu lassen. Selbst durch die Aufklärungsversuche der beiden anderen, wesentlich jüngeren Musiker („Hey, that’s a Beatle!“) ließen sich die Wächter nicht erweichen. Von einem McCartney hatten sie noch nie gehört. Und was, um Himmels Willen, soll denn ein Beatle sein?

Keine üble Idee: persönliche Begrüßung

Diese Anekdote mag denjenigen Trost spenden, die auch schon vor einem Club oder einer Disco abgeblitzt sind. Und das sogar vollkommen ohne Promi-Bonus. Aber so richtig witzig findet das wohl niemand. Übrigens auch der Veranstalter der Party, Rapper Tyga, nicht. Er bekam allerdings von der rüden Abweisung nichts mit, da er bereits die Feier in vollen Zügen genoß. Hätte er doch bloß seine Gäste persönlich begrüßt – direkt am Eingang!

Hoffentlich geht die Nummer nicht schief

Inzwischen bemüht er sich um Wiedergutmachung. Tyga lud Paul McCartney zu seinem nächsten Auftritt in Los Angeles ein – verbunden mit dem Versprechen, ihn diesmal persönlich am Eingang abzuholen. Da kann man ihm nur wünschen, dass die Türsteher wenigstens ihn selbst als ihren Auftraggeber erkennen. Sonst käme er womöglich nicht wieder hinein zu seinem eigenen Auftritt. 

Und gelernt haben wir auch etwas

Zu guter Letzt die Moral von der Geschicht’: Man kann bei der Auswahl seines Personals gar nicht umsichtig genug sein. Das gelingt vielen Veranstaltern aber offenbar nicht. Deshalb stellen die sich dann etwas vor die Tür, was man eigentlich ganz woanders vermutet: einen Schließmuskel.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Hausrecht §§ 858 ff., 903, 1004 BGB, in Verbindung mit Art. 13 Grundgesetz

Paul McCartney

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