Da versteht die Schweiz keinen Spaß: Bezahlte Ferien für Jan Ullrich im Schweizer Knast?

Dienstag, 21.07.2015 HH

Dreht Jan Ullrich, 40, bald seine Fahrradrunden im Gefängnishof?

Offenbar unter Alkoholeinfluss hat der Ex-Radprofi im Schweizer Kanton Thurgau einen schweren Autounfall verursacht. Doch auch wenn Ullrichs Meinung nach der Alkohol „keine Rolle gespielt hat“, verstehen die Schweizer Behörden, was das Straßenverkehrsgesetz angeht, absolut keinen Spaß.

Empfindliche Strafen

Die Schweiz hat in den letzten Jahren die Sanktionen drastisch verstärkt: 

Beim schweren Fall des Fahrens im angetrunkenem Zustand muss der Führerschein obligatorisch nach Art. 16c SVG für mindestens drei Monate entzogen werden. Die definierte Schallgrenze von 0,8 Promille hatte Ullrichs Atemalkoholprobe dabei mit 1,4 Promille deutlich überschritten. Hat der Fahrer im angetrunkenen Zustand dazu noch einen Unfall verursacht, drohen ihm bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine empfindliche Geldstrafe. Hier wird ebenso die Vorgeschichte des Unfallverursachers mit bewertet.

Kein unbeschriebenes Blatt

Bereits 2002 hatte der Ex-Radprofi mit seinem Porsche in Freiburg mit 1,41 Promille und Amphetaminen im Blut einen Unfall verursacht. Dabei war er in mehrere Fahrräder hinein gefahren und hatte anschließend Fahrerflucht begangen. Erst später hatte er alles gestanden und Reue gezeigt. Auch dieser Unfall wird - obwohl er damals in  Deutschland stattfand- in die Beurteilung der Thurgauer Staatsanwaltschaft mit einbezogen werden.

Scheint so, als ob das Leben des Ullrich Jan in seiner Wahlheimat Schweiz bald seine Beschaulichkeit verlieren könnte.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Art. 16c SVG

Kaputtes Fahrrad

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