Helene Fischer hautnah erleben? Offenbar keine gute Idee…

Freitag, 04.12.2015 PK

Das Weihnachtsgeschäft dürfte für Helene Fischer gründlich vermasselt sein: Denn in dem unter ihrem Namen vertriebene Parfüm „That’s Me! By Helene Fischer“ steckt laut der Zeitschrift Ökotest ein Stoff, der üble Allergien auslösen kann…

Über die Weihnachtszeit gibt es im Fernsehen den totalen Helene-Fischer-Overkill: Gleich sechsmal läuft die Musikshow der Schlager-Queen. Die Fans dürften also völlig aus dem Häuschen sein. Ob sie das allerdings immer noch sind, wenn sie ein Flakon mit dem Helene-Duft geschenkt bekommen haben? Denn das Zeug („That’s Me! By Helene Fischer“, 39,99 Euro / 50 ml) dürfte nach den jüngsten Testergebnissen der Zeitschrift Ökotest ein eher ungeliebtes Geschenk sein. 

Pickel und Pusteln

Der Grund:  Die Tester fanden darin stark erhöhte Werte des Weichmachers Diethylphthalat (DEP). Und diese Weichmacher stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen. Zwar ist umstritten, wie gesundheitsgefährdend Diethylphthalat in einer geringen Dosierung tatsächlich ist. Der gute Ruf des Helene-Duftes dürfte sich allerdings damit erledigt haben. Denn Öko-Test kritisiert: „DEP wird von der Haut aufgenommen und beeinflusst ihren Schutzmechanismus.“ Ob das nun stimmt oder nicht: Mit Ärger vor Gericht muss ab jetzt wohl gerechnet werden. Und wie immer geht es natürlich dabei auch um viel Geld…

Da war doch noch was...

Doch Moment mal – gab’s da nicht schon mal so etwas mit Uschi Glas? Doch: Bereits 2001 ging es im Zusammenhang mit einer Hautcreme von Uschi Glas ebenfalls um sehr viel Geld. Und um den Gesichtsverlust einer Ikone obendrein. Zur Erinnerung: Die Uschi-Glas-Creme wurde seinerzeit von der Stiftung Warentest mit „mangelhaft“ bewertet, weil sie bei einigen - exakt bei 11 von 30 - Probandinnen Pickel und Pusteln ausgelöst hatte…

Warentester gewinnen fast immer

Die anschließende Klage gegen die Tester hatte das Kammergericht dann in letzter Instanz zurückgewiesen. Der Grund: Den Warentestern konnte von den Anwälten Uschi Glas’ keinerlei Schummelei nachgewiesen werden. Nach Auffassung der Vorinstanz (Landgericht) war der Test „objektiv und sachkundig“ vorgenommen worden, und das beauftragte Prüfinstitut sei neutral gewesen.

Wozu man es sonst noch brauchen kann

Uschi Glas konnte einem damals schon fast leid tun - denn die damalige Empfehlung einer Boulevard-Zeitschrift lautete: „Verwenden Sie die Creme besser nur zum Silberputzen“. Was nun das Parfüm von Helene Fischer betrifft: Nun, vielleicht findet es bei einigen vorsichtigen Fans ja noch den Weg in die Scheibenwaschanlage des Autos – macht die Fliegen weg und riecht dabei auch noch gut...

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landgericht Berlin - 27 O 922/04

Hautausschlag am Hals

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