Wenn der Zeitungsbote randaliert

Sonntag, 14.02.2016 DOD

Der Zeitungsträger war wie jeden Morgen um drei Uhr mit seinem Handkarren voller Zeitungen unterwegs, als plötzlich ein Hindernis ihm den Weg versperrte: Ein BMW-Fahrer hatte es gewagt, um diese nachtschlafende Zeit sein Auto auf dem Fahrradweg abzustellen, um kurz Geld am Bankautomaten abzuheben. Das hätte er lieber nicht tun sollen…

Denn der 64 Jahre alte Zeitungsbote trat darauf voller Wut gegen das Auto und rammte sogar seinen Zeitungswagen dagegen. Beulen und Schäden am Lack waren die Folge - doch das war dem Mann egal. Im Gegenteil: Vor Gericht betonte er die hohe psychische Belastung und die körperliche Anstrengung, die das Austragen der Zeitungen zu nachtschlafender Zeit mit sich bringe. Doch das half ihm wenig.

Randale kommt teuer

Denn auch wenn der BMW-Fahrer nicht auf dem Radstreifen hätte halten dürfen – Diese Art des Randalieren ging nach Meinung des Gerichts gar nicht, zumal auch Platz genug gewesen wäre, um an dem Auto vorbei zu kommen. Knapp 1.000 Euro Strafe muss der Zeitungsbote deshalb nun bezahlen. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht München, Urteil vom 18. Mai 2015, Aktenzeichen: 122 C 2495/15

Zerbeultes Auto

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