Pächter verursacht 32.500 € Stromkosten, Verpächter soll zahlen

Dienstag, 04.11.2014 BJ

Jeder kennt sie, nahezu jeder liebt sie: Die Pizza. Doch diese muss zuerst gebacken werden, und das kostet offenbar reichlich Strom. 32.500 € hat jedenfalls der Betreiber einer Pizzeria an Stromkosten angehäuft und nicht bezahlt. Jetzt soll der Verpächter dafür geradestehen.

Bei seinem Pächter wird er wohl keine Pizza mehr bestellen, nachdem er vom ansässigen Stromanbieter auf Zahlung von 32.500 € verklagt wurde.

Da vergeht der Appetit

Hintergrund war, dass der Pizzabäcker selber keinen schriftlichen Vertrag über den Bezug von Strom mit dem Energieunternehmen geschlossen hatte. Aus diesem Grund kam es zum Streit, wer überhaupt als Vertragspartner in Anspruch genommen werden könne.

Wer zieht, der zahlt

Der Verpächter weigerte sich jedoch standhaft, die Kosten für seinen Pächter zu übernehmen, und der Streit ging bis zum Bundesgerichtshof. Und dieser entschied nun, dass der Betreiber der Pizzeria den Strom genutzt und über alle Stromanschlüsse verfügt hätte. Deshalb müsse er auch alleine dafür zahlen, Vertrag hin oder her.

Unser Verpächter ist nun beruhigt, das Energieunternehmen schaut nach dieser Entscheidung erst einmal in die Röhre, und der Pächter wird eine ganze Menge Pizzen verkaufen müssen, um diesen Betrag jemals aufbringen zu können.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Bundesgerichtshof Karlsruhe Urt. v. 02.07.2014 Az. VIII ZR 313/13 u. 316/13

§§ 611 ff. BGB

Pizza

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