Misshandelt wegen eines Häufchens: Tierquäler muss blechen

Donnerstag, 31.08.2017

Dieses Häufchen war anscheinend eines zu viel: Weil seine Hündin zum wiederholten Male ihr Geschäft im Auto verrichtete, rastete ein Münchner völlig aus. Schwere Misshandlungen an dem Tier waren die Folge. Nun ist der Mann zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Ein Hundehaufen im Auto: Sicherlich gehört ein solcher Moment nicht unbedingt zu den schönsten Erlebnissen, die das gemeinsame Leben mit einem Vierbeiner mit sich bringt. Ein Mann aus München hat diese Situation im Juni 2016 so sehr geärgert, dass er zum Tierquäler wurde.

Geschlagen, gewürgt, gequält: Schwere Misshandlungen an Hündin

Weil die Podenko-Mischlingshündin zum wiederholten Male in sein Auto machte, holte er das Tier aus dem Kofferraum, würgte es mit den Händen an der Kehle bis es vor Schmerzen laut aufjaulte und schüttelte es. Danach schlug er die Hündin zwei Mal mit der Faust bevor er ihr Trockenshampoo gezielt ins Gesicht sprühte. Der Vorfall wurde von einem vorbeigehenden Paar beobachtet, das die Polizei rief.

Tierquäler überführt

Nun musste sich der Mann vor Gericht wegen Tiermisshandlung (§17 Nr. 2a und 2b) verantworten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Münchner dem Hund erhebliche Schmerzen zugefügt habe: „Es handelt sich sowohl bei dem Würgen wie auch den beiden Faustschlägen und insbesondere dem Sprühen mit Trockenshampoo ins Gesicht der Hündin um eine gewichtige Beeinträchtigung“.

Wer quält, der zahlt

Der Mann wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.350 Euro verurteilt, bei deren Festlegung das Gericht berücksichtigte, dass der Münchner Hartz IV empfängt und der Hund keine bleibenden Schäden davongetragen hat.

Misshandelt wegen eines Häufchens: Tierquäler muss blechen

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