Mann darf nicht James Bond heißen

Dienstag, 23.05.2017

Man kann es ja mal versuchen: Ein Mann wollte seinen Namen wegen Familienstreitigkeiten ändern lassen. Dabei ging er gleich in die Vollen: „James Bond“ sollte es sein. Er konnte sogar ein ärztliches Gutachten vorweisen, das ihm die Namensänderung empfahl. Leider ohne Erfolg.

Wollen wir nicht alle mal in die Rolle eines Actionhelden schlüpfen? Ein Mann aus Rheinland-Pfalz versuchte, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Mit seiner Familie war er seit langem in Streit. Er hielt es für unzumutbar, seinen Familiennamen länger zu tragen und beantragte bei seiner Gemeinde eine Namensänderung in James Bond. Die wurde ihm jedoch verweigert und er klagte auf sein Recht.

Auch ärztliche "Lizenz zur Namensänderung" half nichts!

James Bond sollte es sein, oder eine Kombination daraus mit seinem Vornamen. Aber auch mit dem Versuch, ein ärztliches Gutachten ins Feld zu führen, scheiterte er. Mehrere Ärzte hätten ihm zu der Namensänderung geraten. Das VG Koblenz wies die Klage jedoch ab. Familiäre Probleme rechtfertigen keine Namensänderung in James Bond, heißt es in dem Urteil. Der Kläger gab an, dass sein Onkel und sein Vater ihn seit Jahren beleidigten – wie ein anderer Name etwas daran ändern sollte, konnte er aber nicht plausibel machen.

Zudem hätte das deutsche Namensrecht dem Antragssteller sowieso einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da der Name „James Bond“ immer mit der Roman- und Filmfigur aus der Feder von Ian Fleming in Verbindung gebracht werden wird, darf sich niemand nach dem Spion benennen.

Textbezogenes Urteil:

Verwaltungsgericht Koblenz, Urteil vom 9. Mai 2017, 1 K 616/16.KO

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