Kinderschänder wird wieder straffällig: Sicherungsverwahrung

Mittwoch, 17.12.2014 BJ

Schon sieben Jahre saß ein Duisburger wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern hinter Gittern. Zu einem besseren Menschen machte ihn das nicht: Nur wenige Jahre später warf er alle Annäherungsverbote über Bord und vergriff sich erneut an Kindern.

All die vorangegangenen regelmäßigen therapeutischen Sitzungen und zur Verfügung stehenden Bewährungshelfer konnten die Übergriffe nicht verhindern: Mit Kaninchen lockte der Kinderschänder seine Opfer (6 bis 12-jährige Mädchen) in seine Wohnung. Dort, so versprach er ihnen, dürften sie in seiner Werkstatt basteln oder mit den Kaninchen spielen. In mindestens vier Fällen peinigte so der Mann darauf kleine Mädchen.

Einmal Kinderschänder, immer Kinderschänder?

Das Landgericht Düsseldorf verhängte nun eine vierjährige Haftstrafe ohne Bewährung. Zu wenig? Nicht unbedingt: denn zusätzlich wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet. Das heißt, dass der Mann nach 4 Jahren Haft nicht frei kommt, sondern auf unbestimmte Zeit im Gefängnis bleiben wird. Die einzige Aussicht auf Freiheit werden in Zukunft für den Mann die regelmäßig wiederkehrenden Urteile einer Strafvollstreckungskammer sein, die über eine Entlassung gegen Auflagen entscheiden wird. Doch bei Wiederholungstätern mit einem solchen Lebenslauf sind die Aussichten auf frühe Freilassung bescheiden. In seinem letzten Wort entschuldigte sich der Mann und meinte: „Ich hoffe, dass die Mädchen keinen bleibenden Schaden erlitten haben.“ Diese Einsicht kam für die Kinder zu spät.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landgericht Düsseldorf Urt. v. 05.12.2014

§§ 177 ff. StGB

Kaninchen

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