Kein Herz für Tiere: Suche nach der Katze ist nicht unfallversichert

Samstag, 09.09.2017

Privates und Dienstliches zu verbinden, läuft häufig schief – so auch für einen Arbeiter im Raum Landshut. Der Mann hatte sich auf dem Heimweg bei der Suche nach seiner Katze zunächst an der Schulter verletzt. Dann musste er auch noch erfahren, dass der gesetzliche Unfallschutz für ihn nicht greift. 

Im konkreten Fall hat das Sozialgericht Landshut entschieden (Aktenzeichen S 13 U 243/16), dass die Suche nach einer Katze den dienstlichen Teil des Heimwegs zwangsläufig beendet – und damit auch den Versicherungsschutz. Es spiele keine Rolle, wie lang der private Umweg gewesen sei. Ein Wegeunfall, der wie jeder Arbeitsunfall behandelt würde, liege nicht vor.   

Ausrutscher auf dem Rasen

Zu dem Unfall mit Verletzung war es gekommen, als der Mann auf dem Weg von der Spätschicht seine Haustür schon fast erreicht hatte. Er erinnerte sich in diesem Moment jedoch an die Katze und wollte schauen, wohin es das Tier verschlagen hatte. In diesem Zusammenhang trat er einen Schritt auf den nassen Rasen, rutschte aus und verletzte sich an der Schulter.

Katze suchen auf eigene Gefahr

Die gesetzliche Unfallversicherung ist für diesen Fall nicht zuständig, so die Landshuter Richter. Es sei klar geregelt, dass jeder privat motivierte Umweg den Versicherungsschutz beende. Die Klage des geschädigten Arbeiters wurde damit abgewiesen.

Katze zwischen Pflanzen versteckt

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