Mann verprasst Erbschaft in Bordell und will anschließend Hartz-IV

Donnerstag, 27.11.2014 BJ

Nachdem ein Hartz-IV-Empfänger aus Heilbronn 16.000 € geerbt hatte, war er auf Sozialleistungen vom Staat nicht mehr angewiesen. Doch bereits ein halbes Jahr später beantragte er erneut „Hartz-IV“ beim Jobcenter. Begründung: Er hatte das gesamte Geld im Bordell „verfeiert“…

Das Jobcenter war alles andere als amüsiert und verweigertem dem inzwischen wieder mittellosen Mann sämtliche Leistungen, da er „grob fahrlässig sein Vermögen vermindert habe“.

Erbschaft in Damenkontakte investiert

Der Mann bestritt dies aber aufs Heftigste und zog vor Gericht, und die Richter erklärten den Bescheid des Jobcenters tatsächlich für unwirksam. Denn der Sachbearbeiter hatte die Begründung, warum der Mann kein Geld mehr erhalten sollte, derart wirr formuliert, dass auch nach mehrmaligem Lesen nicht ersichtlich wurde, was das Jobcenter eigentlich auszusetzen hatte. Vielmehr stellte das Sozialgericht fest, dass jedem Hartz-IV-Empfänger ein Freibetrag zustehen würde. In was oder wen der investiert würde, müsse und dürfe jeder selber entscheiden. Na dann, viel Spaß!

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Sozialgericht Heilbronn Urt. v. 24.07.2014, Az. S 9 AS 217/12 K

§§ 12, 34 SGB II

Nackte Frau

Weitere Artikel

Kommentare