Fristlose Kündigung: Der Papst ist keine Witzfigur

Sonntag, 21.06.2015 DOD

Wer in Einrichtungen der katholischen Kirche arbeitet, sollte sich mit Witzen zurückhalten – vor allem mit Witzen über den Papst…

Ein Caritas-Krankenpfleger hatte sich im Internet unter einem Pseudonym über den Papst lustig gemacht. Die Kirche konnte darüber allerdings gar nicht lachen und kündigte dem Mitarbeiter darauf fristlos. Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten sich dann zwar letztlich auf einen Aufhebungsvertrag, doch wurde dem Mann erst nach Ablauf der zwölfwöchigen Sperrzeit Arbeitslosengeld bewilligt.

Beim Papst versteht Kirche und Gesetz keinen Spaß

Dagegen wehrte sich der Krankenpfleger aus dem Bodenseekreis, und der Fall kam vor Gericht. Doch dieses entschied schlussendlich gegen ihn. Die Begründung: Der Mann hatte sich zwar unter einem Pseudonym und unter dem eigentlichen Schutz der Satire im Internet über den Papst lustig gemacht, doch das half alles nichts. Denn bei Witzen über den Papst darf die katholische Kirche Angestellte fristlos und ohne vorherige Abmahnung kündigen…

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 21. Oktober 2011;Aktenzeichen: L 12 AL 2879/09

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