Finger weg vom Kindersparbuch!

Samstag, 23.01.2016 DOD

Das Sparbuch der Kinder sollte für Eltern unantastbar sein. Dies gilt auch dann, wenn das Geld für Anschaffungen ausgegeben wird, die direkt für die Kinder sind. Doch nicht alle Eltern wissen das und halten sich auch daran. Und deshalb haben nun zwei minderjährige Kinder gegen ihren Vater geklagt, weil der 4.000 Euro von ihren Sparbüchern abgehoben hatte…

Der Mann, der getrennt von den Kindern lebt, hatte damit Geschenke und Möbel für sie gekauft und fühlte sich dadurch im Recht. Doch dieser Zahn wurde ihm von den Richtern gezogen. Denn grundsätzlich gilt: Für den Lebensunterhalt der Kinder sind die Eltern verantwortlich! Das bedeutet, alles, was zum täglichen Leben dazugehört - sei dies nun die Einrichtung eines Kinderzimmers, aber auch Geschenke und Urlaubsreisen - müssen die Eltern im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht aus eigener Tasche zahlen und können dafür nicht die Kinder in die Verantwortung nehmen und deren Geld verbrauchen. 

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Oberlandesgericht Bremen, Urteil vom 03. Dezember 2014, Az.: 4 UF 112/14

Kleines Mädchen mit Sparschwein

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