Die Kirschen in Nachbars Garten

Mittwoch, 24.06.2015 DOD

Rot und saftig hängen sie über dem Zaun: Die Kirschen in Nachbars Garten. Wie gerne möchte man da mal naschen… Doch Vorsicht: Wer dabei erwischt wird, kann Ärger richtig bekommen!

Ohne schlechtes Gewissen vom Nachbarbaum die süßen Früchte essen. Das ist möglich. Aber nur, wenn entweder der Nachbar nett ist oder aber das Obst auf das eigene(!) Grundstück hinuntergefallen ist. Allerdings sollte man natürlich nicht unbedingt nachhelfen, indem man die Früchte vom Baum schüttelt…

Was mein ist…

Doch auch der Eigentümer des Baumes selber muss ein paar Dinge beachten: Zwar gehören die Früchte, die am eigenen Baum sitzen, stets ihm, trotzdem muss er den Nachbarn erst mal fragen, bevor er dessen Grundstück betritt, um das überhängende Obst zu pflücken.

Fluch statt Segen

Nicht immer aber sind die vom angrenzenden Grundstück herübergefallenden Früchte für den Nachbarn ein willkommener Segen. Denn wenn Obst in zu großen Mengen auf das benachbarte Grundstück fällt und der Besitzer sich nicht darum kümmern mag, kann das ziemlich nerven.

Zu viel ist zu viel

So darf ein Nachbar, auf dessen Grundstück in großen Mengen Obst vom angrenzenden Baum gefallen ist, die Kosten zur Beseitigung verlangen. So geschehen bei einem Birnbaum, der so groß war, dass der angrenzende Garten voller Birnen lag. Mit der Zeit fing das Obst an zu stinken und lockte vor allem viele Wespen an. Die Verantwortung, so ein Urteil des Amtsgerichts Leverkusen, hatte der Baumbesitzer. Er musste also die Entsorgung des Obstes, das aufs Nachbargrundstück gefallen war, bezahlen.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht Leverkusen Urteil vom 14. Dezember 1993, Aktenzeichen 28 C 277/93

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Mädchen mit Kirschkorb

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