Mieterhöhung

Mieterhöhung

Bei freifinanzierten Wohnungen darf der Vermieter im Laufe des Mietverhältnisses die Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete erhöhen, das heißt er darf um Ihre Zustimmung bitten.

Nach Einzug in die Wohnung bzw. seit der letzten Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete müssen jedoch mindestens 12 Monate liegen.

Zudem darf der Vermieter mit seinem Mieterhöhungsverlangen nicht die sog. Kappungsgrenze überschreiten.

Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete kann der Vermieter zudem nicht einseitig anordnen. Danach wird die Mieterhöhung nur wirksam, wenn der Mieter zustimmt oder wenn ihn das Gericht zur Zustimmung verurteilt. Der Mieter ist hierbei zur Zustimmung verpflichtet, wenn die Mieterhöhung formal in Ordnung ist, der Vermieter nicht mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete fordert, sowie die Jahressperrfrist und die Kappungsgrenze eingehalten sind.

Zur Überprüfung der Mieterhöhung steht dem Mieter ausreichend Zeit zur Verfügung. So kann er in dem Monat, in dem er das Mieterhöhungsbegehren erhält, sowie in den beiden darauf folgenden Monaten Erkundigungen zur Zulässigkeit der Mieterhöhung einholen, zum Beispiel indem er den örtlichen Mieterverein einschaltet.

Eine Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete kommt nicht infrage, wenn ein Staffel- oder Indexmietvertrag abgeschlossen oder eine Festmiete vereinbart wurde.

Neben Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete kann der Vermieter die Miete erhöhen, wenn er Modernisierungen am Haus oder in der Wohnung durchgeführt hat.

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