Kündigung

Kündigung

Bei der Kündigung handelt es sich um die wichtigste Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Kündigung stellt eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung dar. Durch Zugang und Ablauf einer ggfs. bestehenden Kündigungsfrist wird das Arbeitsverhältnis rechtsgestaltend beendet.  

Hauptformen der Kündigung sind die ordentliche und die außerordentliche Kündigung. Voraussetzung für eine außerordentliche Kündigung, die im Unterschied zur ordentlichen Kündigung keiner Frist bedarf, ist ein wichtiger Grund. Nach allgemeiner Auffassung handelt es sich um objektiv vorliegende Tatsachen, die die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar machen.

Bei der sog. Änderungskündigung handelt es sich um eine besondere Form der Kündigung, welche die Abänderung der Arbeitsbedingungen durch den Arbeitgeber zum Ziel hat.

Als Kündigungsgründe kommt sowohl eine verhaltensbedingte als auch eine personenbedingte, sowie eine betriebsbedingte Kündigung in Betracht.

Eine verhaltensbedingte Kündigung ist immer dann gerechtfertigt, wenn Umstände im Verhalten des Arbeitnehmers vorliegen, die bei verständiger Würdigung und Abwägung beiderseitiger Interessen die Kündigung als billigenswert und angemessen erscheinen lassen. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer rechtswidrig und schuldhaft gegen Haupt- oder Nebenpflichten aus dem Arbeitsvertrag verstößt.

Bei einer personenbedingten Kündigung ist die Kündigung dann sozial gerechtfertigt, wenn sie durch Gründe bedingt ist, die in der Person des Arbeitnehmers liegen und die dieser nicht beeinflussen kann.

Eine betriebsbedingte Kündigung setzt in erster Linie ein betriebliches Erfordernis voraus. Ein solches betriebliches Erfordernis kann sich aus innerbetrieblichen oder außerbetrieblichen Umständen ergeben.