Krankheit

Krankheit

Als Krankheit wird jeder regelwidrige körperliche oder geistige Zustand bezeichnet. Arbeitsunfähigkeit liegt immer dann vor, wenn die Krankheit es dem Arbeitnehmer unmöglich macht, die nach dem Inhalt des Arbeitsvertrages geschuldete Leistung zu erbringen oder die Arbeit nur unter der Gefahr fortgesetzt werden kann, seinen Gesundheitszustand in absehbarer Zeit zu verschlechtern.

Für den Anspruch auf Entgeltfortzahlung darf den Arbeitnehmer kein Verschulden an der Arbeitsunfähigkeit treffen. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer. Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) hat der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber eine solche Bescheinigung vorzulegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage dauert. Der Arbeitgeber kann die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung allerdings schon früher als gesetzlich vorgeschrieben verlangen. Die Frist zur Vorlage kann damit unbeschränkt verkürzt werden, selbst eine unverzügliche Vorlage ab Eintritt der Arbeitsunfähigkeit kann von dem Arbeitgeber angeordnet werden. Hierdurch kann der Arbeitnehmer verpflichtet werden, so früh wie möglich seine Arbeitsunfähigkeit nachzuweisen.

Erfolgt die Kündigung eines Arbeitnehmers krankheitsbedingt handelt es sich hierbei um einen Anwendungsfall der personenbedingten Kündigung.

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