Hartz IV

Hartz IV

Hartz-IV ist Fluch und Segen zugleich. Aber es hat schon so manchen Bürger vor dem sozialen Totalabsturz bewahrt.

Geld bekommt nämlich nur, wer wirklich hilfebedürftig und arbeitslos ist. Und da kennen die Jobcenter keine Gnade: Wer große Bargeldsummen heimlich unter dem Kopfkissen bunkert, lebt gefährlich. Jeder Cent an eigenem Vermögen muss offengelegt werden, sonst drohen Rückzahlungen und Strafverfahren.

Aber keine Panik! Es gibt auch ein sogenanntes „Schonvermögen“, welches den Anspruch auf Hartz-IV nicht beeinflusst. Wer also ein preisgünstiges Auto oder sogar eine kleine selbstbewohnte Eigentumswohnung besitzt, muss diese Dinge nicht sofort „versilbern“. 

Positiv betrachtet ist jeder gemeldete Arbeitslose in seinen Grundbedürfnissen abgesichert. Der Hartz-IV-Empfänger muss sich weder um die Bezahlung von Miete und deren Nebenkosten sorgen noch um Radio u. Fernsehgebühren. Zudem werden auch die Krankenversicherung und der Rentenversicherungsnachweis übernommen. So beruhigend das „Rundum-Sorglos-Paket“ ist, bleibt Hartz IV für die Betroffenen eine erhebliche Belastung im Alltag und lässt keine großen wirtschaftlichen Sprünge zu.

Wer Hartz-IV bezieht, lebt unter strenger Aufsicht des Jobcenters. Wer Leistungen beantragt, wird einiges an Papierkram erdulden müssen. Wöchentlich überfluten die zuständigen Sachbearbeiter ihre „Schützlinge“ mit Stellenvorschlägen. Wer sich dann grundlos nicht innerhalb weniger Tage bewirbt, muss Kürzungen bis zu 100 Prozent in Kauf nehmen. Sogar jede längere Ortsabwesenheit müssen die Bewerber dem Jobcenter melden und begründen.

Doch auch das Jobcenter hat Erbarmen: Um sich von den „Bewerbungsstrapazen“ zu erholen, hat jeder Leistungsempfänger einen Anspruch auf 21 Urlaubstage pro Jahr. 

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