Führerscheinentzug

Führerscheinentzug

Der Führerscheinentzug steht umgangssprachlich für die Entziehung der Fahrerlaubnis. Ein Gericht kann bei Verurteilung wegen einer rechtswidrigen Tat, die  im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr erfolgt ist, die Fahrerlaubnis entziehen, wenn sich aus der Tat ergibt, dass der Täter zum Führen eines Kraftfahrzeugs ungeeignet ist.

Ob jemand ungeeignet ist, muss das Gericht in jedem Fall gesondert prüfen.

Regelmäßig ungeeignet ist, wer wegen Trunkenheit im Verkehr, wegen Straßenverkehrsgefährdung, oder wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort mit Personenschaden oder hohem Sachschaden oder des Vollrausches strafbar gemacht hat.

Die Fahrerlaubnis erlischt mit der Rechtskraft des Urteils. Zudem ordnet das Gericht eine Sperre für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis mit einer Mindestdauer von sechs Monaten und einer Höchstdauer von fünf Jahren an. Sofern die Höchstfrist wegen der von dem Täter ausgehenden Gefahr als nicht ausreichend erachtet wird, kann die Fahrerlaubnis auf Dauer entzogen werden. Nach Ende der Sperre muss der Verurteilte bei der Verwaltungsbehörde eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Die Verwaltungsbehörde prüft in diesem Zusammenhang nach dem Vorschriften des Straßenverkehrsgesetzes, ob die Voraussetzungen für die Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis vorliegen.

Es besteht die Möglichkeit die Fahrerlaubnis bereits im Ermittlungsverfahren vorläufig zu entziehen. Voraussetzung dafür ist, dass dringende Gründe für die Annahme vorhanden sind, dass die Fahrerlaubnis im späteren Urteil endgültig entzogen wird. Die Zuständigkeit für die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis liegt beim Ermittlungsrichter.

Neueste Videos zum Thema Führerscheinentzug