Erbpacht

Erbpacht

Gemeint ist damit ein sogenanntes „Erbbaurecht“.

Dieses funktioniert folgendermaßen: Ein Grundstücksbesitzer verpachtet sein Grundstück für eine bestimmte Zeit an eine andere Person. Diese darf das Grundstück nutzen und sogar ein eigenes Haus darauf bauen. Dieses Erbbaurecht besteht in der Regel über 99 Jahre. In dieser Zeit muss der Pächter jährlich an den Verpächter einen Erbpachtzins von 4-6 Prozent des Verkehrswertes des Grundstücks zahlen.

Das Erbbaurecht ist somit eine Möglichkeit, den Wunsch des Eigenheims wahr werden zu lassen, ohne dass ein Grundstückskauf notwendig ist - die enorm gestiegenen Grundstückspreise machen ein Erbbaurecht dadurch oftmals interessant. Diese ist allerdings nur sinnvoll, wenn der Erbpachtzins unter dem Kreditzins liegt.

Doch Vorsicht!

Der Pachtzins muss dauerhaft gezahlt werden und ist nicht wie ein Kredit irgendwann abgezahlt. Zusätzlich kann sich der Pachtzins im Laufe der Zeit erhöhen, wenn der Verkehrswert des Grundstücks ansteigt.

Läuft der Erbpachtvertrag aus, fällt das Grundstück an den Verpächter zurück. Dieser muss dann allerdings für das darauf gebaute Haus eine Entschädigung von mindestens zwei Drittel des Hauswertes bezahlen.