Anwaltszwang

Anwalt, Anwaltszwang

Wenn Sie sich nicht selbst vor Gericht vertreten dürfen und Ihre Rechte nur über einen Anwalt wahrnehmen können, nennt man das Anwaltszwang.

Im Zivilprozess müssen sich die Parteien beim Land- und Oberlandesgericht durch einen  Rechtsanwalt, beim BGH durch einen beim BGH zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen. Dies gilt bei Amtsgericht nur vor dem Familiengericht.

Im arbeitsgerichtlichen Verfahren müssen sich die Parteien ab dem Landesarbeitsgericht von einem Rechtsanwalt oder einen Vertreter des Arbeitgeberverbandes oder der Gewerkschaft vertreten lassen.

Dem Anwaltszwang im Zivilrecht ähnelt die notwendige Verteidigung im Strafrecht, wenn gegen einen Angeklagten nur verhandelt werden darf, wenn er einen Verteidiger hat.

In der Sozialgerichtsbarkeit besteht vor dem Bundessozialgericht Vertretungszwang durch Rechtsanwälte und Rechtslehrer oder durch Gewerkschaften, Arbeitgebervereinigungen, Kriegsopferverbände oder andere Verbände.

Bei Verwaltungsgerichten besteht Anwaltszwang vor dem Oberverwaltungsgericht, dem Bundesverwaltungsgericht und in der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht.

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