Anwaltshonorar

Anwaltshonorar

Das Anwaltshonorar umfasst Anwaltsgebühren und Auslagen.

Wir unterscheiden einmal die Gebühren, die der Anwalt bekommt, wenn kein Gerichtsverfahren stattfindet und einmal die Gebühren mit Prozess.

Wenn es zum Prozess kommt, bilden die Anwaltskosten der Parteien zusammen mit den Gerichtskosten die sog. Prozesskosten. Wer die Prozesskosten zu tragen hat, entscheidet das Gericht im Urteil.

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) bestimmt in welcher Höhe die Gebühren anfallen. Dabei orientiert sich die Höhe der Gebühren meist an dem Wert des Streitgegenstandes (Gegenstandswert).

Sofern der Anwalt lediglich mit einer Beratung beauftragt wird, kann der Anwalt mit seinem Mandanten eine pauschale Vergütung oder eine Zeitvergütung, also ein Stundenhonorar für seine Beratungstätigkeit frei vereinbaren. Diese sind je nach Anwalt unterschiedlich, sie betragen in der Regel zwischen 150-300 Euro/Stunde.

Dazu kommen pauschale Auslagen für Post und Telekommunikation in Höhe von 20 Prozent der Anwaltsgebühren (höchstens jedoch 20,00 Euro), sowie für Kopien (50 Cent/Kopie).

Der Anwalt kann auch Ersatz der Reisekosten (Fahrtkosten und Übernachtungskosten) für die Wahrnehmung auswärtiger Gerichtstermine verlangen. Für die Gebühren und seine Auslagen kann der Anwalt einen Vorschuss von seinem Mandanten fordern.