Wie viel Lästern im Büro ist erlaubt?

Donnerstag, 15.06.2017

Mit dem Lästern sollte man vorsichtig sein, nicht nur im Job. Dennoch gelten hier noch einmal andere Gesetze. 

Solange Lästern Lästern bleibt, also weder zur üblen Nachrede noch zur Beleidigung oder zum Mobbing führt, sind weder rechtliche noch arbeitsrechtliche Konsequenzen zu befürchten.

Oder wie es das Bundearbeitsgericht sagt: „Vertrauliche Äußerungen unterfallen dem Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts“ (2 AZR 534/08). Sie sind damit erlaubt.

Öffentlich gegen den Chef? Keine gute Idee

Allerdings gibt es nicht nur bei der Art des Lästerns im Job Abstufungen, sondern auch bei den Begleitumständen.

Lästern Sie beispielsweise in der Kantine öffentlich über Ihren Chef, kann dieses Verhalten ein Grund für eine Abmahnung oder Kündigung sein. Sie begehen hier eine Pflicht-, wenn nicht gar eine Ehrverletzung. Das wiederum kommt darauf an, wie sehr Sie sich in Rage geredet haben.

Privat gegen den Chef? Vielleicht auch keine gute Idee

Anders beurteilen die Gerichte den Fall, wenn Sie im privaten Rahmen bei einer Freundin Ihrem Frust über den … Chef freien Lauf lassen. Hier dürfen Sie davon ausgehen, dass die lästernden Worte in kleiner Runde privat bleiben, was dann auch nicht geahndet wird.

Trotzdem gilt: Mit dem Lästern sollte man vorsichtig sein. Denn hat die Freundin ein besseres Verhältnis zum Chef als Sie ahnen, gibt’s zwar auch keine Kündigung, aber der Chef erfährt trotzdem davon. Und eine neue Freundin brauchen Sie auch.     

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Mit dem Lästern sollte man vorsichtig sein, nicht nur im Job. Dennoch gelten hier noch einmal andere Gesetze. 
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15.06.2017 16:00
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