Steuererklärung: Wann lohnt sie sich?

Montag, 06.03.2017

Hilfe, schon wieder ein Jahr vorbei und wieder einmal wird die Steuererklärung fällig! Wir erklären, wann sich die Abgabe einer Steuererklärung lohnt und was sich 2017 bei der Steuer geändert hat.

Es ist Frühling und für viele droht im Hintergrund das Wissen: Die Steuererklärung für das letzte Jahr steht noch an! Lohnt sich das überhaupt für mich?, fragen sich viele Arbeitnehmer. Wir sagen: ja! Die Finanzämter rechnen Ihnen sonst nur Pauschalbeträge an und Sie verzichten auf hunderte von Euros.

Wer muss eine Steuererklärung machen?

Viele Arbeitnehmer sind sich unsicher, ob sie eine Steuererklärung für das vergangene Jahr machen sollten oder nicht. Zuerst einmal gilt zu beachten: Vor allem Selbständige müssen eine Steuererklärung machen. Denn deren Einkünfte werden nicht pauschal versteuert. Arbeiten Sie in einem Angestelltenverhältnis, ist für Sie die Abgabe der Steuererklärung freiwillig. Die so genannte Pflichtveranlagung – also die Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben – besteht außerdem in bestimmten Sonderfällen auch für Angestellte. Es kommt zum Beispiel darauf an, in welcher Steuerklasse Sie und Ihr Ehepartner sich befinden oder ob Sie außer Ihrem Gehalt noch andere Einkünfte beziehen, zum Beispiel aus Vermietungen.

Steuererklärung freiwillig abgeben – lohnt sich das?

Ja, auch die freiwillige Abgabe lohnt sich! Beinahe jeder Arbeitnehmer hat arbeitsbezogene Kosten (oder Werbungskosten, wie der Fachmann sagt). Darunter fallen nämlich alle Kosten, die Sie haben, um überhaupt arbeiten zu können, etwa die Fahrtkosten (so genannte Pendlerpauschale), Fortbildungen, Arbeitskleidung und Bewerbungsunterlagen. Diese können Sie in der Steuererklärung angeben und so gezahlte Steuern zurückerhalten. In einem zweiten Fall lohnt sich die Abgabe ebenfalls: Wenn Sie im letzten Jahr (zum Beispiel durch unterschiedliche Arbeitsverträge) ein schwankendes Einkommen hatten. Dann haben Sie unter Umständen für den schlechter bezahlten Arbeitsvertrag zu viel Steuern bezahlt und bekommen dieses Geld wieder zurück.

Die Abgabefristen für die Steuererklärung

Das Gute ist: Wenn Sie die Steuererklärung freiwillig machen, haben Sie vier Jahre Zeit dafür. Für das Steuerjahr 2016 könnten Sie also die Steuererklärung bis zum 31.12.2020 abgeben. Arbeitnehmer mit Pflichtveranlagung müssen die Erklärung bis zum 31. Mai 2017 abgeben. Die Neuregelung mit der längeren Abgabefrist bis zum 31. Juli gilt leider erst für die Steuererklärung 2018.

Das ändert sich 2017 bei der Steuer

Sie nicht nun nicht mehr verpflichtet, Belege zu Ihrer Steuererklärung beizulegen. Das wären etwa Fahrkarten, wenn Sie die Fahrtkosten zur Arbeit geltend machten möchten. Bei Bedarf fordert das zuständige Finanzamt die Belege von Ihnen an. Außerdem profitieren 2017 vor allem Familien von einigen Änderungen bei der Steuer. Der steuerfreie Grundfreibetrag wurde von 8652 Euro pro Jahr auf 8820 Euro pro Jahr erhöht. Sie müssen nur für den Betrag Ihres Einkommens Steuern zahlen, der im Jahr 8820 Euro übersteigt. Auch der Kinderfreibetrag wurde von 4608 auf 4716 Euro angehoben.

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06.03.2017 16:47
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