Sommerreifen-Check: Sicher in den Frühling starten

Donnerstag, 06.04.2017

Der jährliche Wechsel von den Winter- auf die Sommerreifen ist mehr als nur Kosmetik. Es geht um Effizienz und Sicherheit, denn bei steigenden Temperaturen sind die Sommer-Pneus ganz klar im Vorteil. Ihre härtere Gummimischung sorgt vor allem für einen kurzen Bremsweg. Darauf kommt es beim Reifenwechsel an. 

Bei jedem Wechsel sollten Sie Ihre Sommerreifen genau auf Schäden kontrollieren. Bestehen Risse, ist das Risiko der weiteren Nutzung hoch. Reifen werden gerade beim Bremsvorgang extrem belastet und können bei Vorschäden im ungeeigneten Moment den Dienst versagen.

In die Jahre gekommen?

Der ADAC rät, Reifen bereits nach drei Jahren zu ersetzen, da die Leistung dann rapide nachlässt. Verursacht wird dies durch chemische Prozesse der Gummimischung, die mit der Zeit spröder wird und Risse bekommt – selbst bei ordentlicher Lagerung und geringer Nutzung. Das Herstellungsdatum ist auf dem Reifen angegeben (0815 zum Beispiel für die 8. Kalenderwoche 2015).

Viel Profil gefragt

Wichtigster Punkt beim Aufziehen der Sommerreifen ist das richtige Profil – und hier sind die deutschen Vorschriften gefährlich großzügig. Gerade 1,6 Millimeter sind Pflicht, während viele Sicherheitsexperten schon ab drei Millimetern Profiltiefe vor den Folgen warnen. Die größte Gefahr: Aquaplaning. Neue Reifen mit einem 8-Millimeter-Profil können im Vergleich zum 1,6-mm-Pneu die Vielfache Menge an Wasser abtransportieren. Bei Nässe kann das entscheidend sein.

Hinweis: Für die Ermittlung der Profiltiefe braucht es keinen Profi und kein Profiwerkzeug. So lässt sich die 1-Euro-Münze gut für den 3mm-Check nutzen, denn genau diese Stärke hat der Rand der Münze. Einfach mittig in das Reifenprofil stecken, so bekommt man schnell einen Eindruck. Noch exakter ist ein Profiltiefenmesser, der kaum zwei Euro kostet und dauerhaft genutzt werden kann.   

Unter Druck, aber richtig   

Reifen sollten immer mit dem Druck gefahren werden, den der Fahrzeughersteller für die jeweilige Belastung angibt. Ist der Druck erheblich zu gering, lässt sich der Wagen in Kurven schwerer kontrollieren und der Bremsweg verlängert sich um bis zu zehn Prozent.  

Zum Reifenwechsel gehört daher zwingend die Messung des Reifendrucks, die an jeder Tankstelle erfolgen kann. Neuere Wagen verfügen oftmals über ein Reifendruck-Kontrollsystem, das bei Unter- oder Überdruck Alarm schlägt.   

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die erste Pause auf Ihrer Sommerreifen-Frühlingstour sollten Sie nicht nur für einen Spaziergang, sondern auch für ein Nachziehen der Radschrauben nutzen. Gerade nach dem Reifenwechsel ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich während der Fahrt gelockert haben. Empfohlen wird die Kontrolle nach 20 bis 200 Kilometern Fahrt, und zwar entgegen anderslautender Gerüchte unabhängig vom Felgentyp.

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