So bekommen Sie Ihre Mietkaution zurück

Montag, 03.04.2017

Drei Monatsmieten sind ein ansehnliches Sümmchen, auch ohne Betriebskosten – und genau dieses darf Ihr Vermieter als Sicherheit verlangen. Es ist der Maximalbetrag, leider aber auch der übliche. Wie aber bekommen Sie zum Ende des Mietverhältnisses Ihr volles Geld zurück?

Die gute Nachricht zu Beginn: Egal wie das Geld angelegt wurde, Probleme mit der Verfügbarkeit dürften nicht bestehen. Die Gesetzeslage verbietet es dem Hausherrn, die Kaution mit seinem eigenen Geld zu vermischen. So nicht anders vereinbart muss er es separat und zum üblichen Zins anlegen. Als Mieter stehen Ihnen am Ende neben der Einzahlung auch die Zinsen zu – es sei denn, Ihr Vermieter macht Abzüge geltend. Dann sollten Sie genau wissen, was zulässig ist.

Wichtige Gründe für den Einbehalt der Mietkaution

Im Grunde gibt es zwei Gründe, die den Vermieter zur Kürzung der Mietkaution berechtigen:

  1. ausstehende oder noch zu erwartende Zahlungen von Ihnen
  2. Mängel an dem gemieteten Wohnraum

Ausstehende Zahlungen

Schulden Sie Ihrem Vermieter noch die Miete und / oder die Nebenkosten, kann er den ausstehenden Betrag mit der hinterlegten Mietkaution verrechnen. Möglichkeiten für einen Einspruch haben Sie hier nicht.

Ausdrücklich gestattet ist dem Vermieter aber auch, eine noch zu erwartende Nachzahlung bei den Betriebskosten von der Kaution einzubehalten, maximal bis zum Ende der gesetzlichen Abrechnungsfrist. Der Einbehalt muss in diesem Fall angemessen sein, also der zu erwartenden Höhe der Nachzahlungen entsprechen. Ein Streit über die Höhe des Einbehalts ist somit möglich, grundsätzlich aber gilt: Die Kaution sichert dem Vermieter auch alle noch nicht fälligen Ansprüche.

Mängel am Mietobjekt 

Als Mieter müssen Sie die Wohnung in den Zustand versetzen, der im Mietvertrag vereinbart wurde. Dabei lohnt es zu prüfen, ob alle Klauseln im Vertrag zulässig sind. So darf der Vermieter zum Beispiel nicht auf einer Renovierung bestehen, wenn die Wohnung ohnehin in tadellosem Zustand ist.

Ist die Wohnung zum Auszug vorbereitet, findet die Übergabe statt. Hier sollte immer ein Übergabeprotokoll erstellt und unterzeichnet werden. Werden darin berechtigte Mängel festgehalten, haben Sie als Mieter noch das Recht zur Nachbesserung. Erst wenn Sie dem nicht nachkommen, kann der Vermieter es selbst veranlassen – auf Kosten Ihrer Kaution.

Hat der Vermieter das Protokoll ohne Mängel akzeptiert, sind Nachforderungen ausgeschlossen.    

Mietkaution

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