Rettungseinsatz: Wer trägt die Kosten?

Donnerstag, 01.06.2017

Wenn Feuerwehr, Wasserwacht, Notarztwagen oder Rettungshubschrauber ausrücken, entstehen Kosten. Wer was bei einem Rettungseinsatz zahlt und wann Sie selber in die Pflicht genommen werden können, das lesen Sie hier.

Je nach Umfang und Dauer eines Rettungseinsatzes fallen unterschiedlich hohe Kosten an. Sind viele Rettungskräfte beteiligt, wird aufwändige Technik und Material benötigt? All diese Parameter entscheiden am Ende über die Rechnung. Grundsätzlich werden Rettungsdienste wie Feuerwehr, Rotes Kreuz oder Malteser von den Kommunen beauftragt und bezahlt. Bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt die Krankenkasse diese Kosten später, bei Verkehrsunfällen die Autoversicherung des Verursachers. Ist bei Rettungseinsätzen Polizei beteiligt, zahlt dafür der Staat.

Ausnahme: Missbrauch des Notrufs

Wer vorsätzlich Fehlalarm für einen Rettungseinsatz auslöst, muss für die entstehenden Kosten selbst aufkommen. Dem medizinischen Laien wird jedoch keine Einschätzung abverlangt, ob Lebensgefahr vorliegt. Er muss auch bei unnötig alarmiertem Rettungseinsatz die Kosten nicht tragen.

Sind Alkohol oder Drogen im Spiel, und wird dadurch ein Rettungseinsatz verursacht, wird dem Sünder dafür später meist die Rechnung präsentiert.  Ansonsten gilt der Grundsatz: Berechtige Kosten werden übernommen. Kassenpatienten müssen allerdings für Notarzteinsatz und Rettungshubschrauber zehn Euro zuzahlen.

Rettungseinsatz: Kosten abhängig von Aufwand

Während bei einem Rettungseinsatz die Kosten für das eingesetztes Personal nach Ausbildungsgrad und die verschiedenen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Stundenpauschalen abgerechnet werden, ist ein Rettungshubschrauber nach Minute zu bezahlen. Jede Minute zwischen Abheben und Landen am Ausgangsort kostet 40 bis 60 Euro. Darin ist der Preis für die Crew enthalten.

Ein einfacher Krankenwagen verursacht im Rettungseinsatz Kosten von 100 Euro pro Stunde, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug 160, ein voll ausgestattetes Rettungsfahrzeug mehr als 300. Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr schlägt mit 150 Euro zu Buche, ein Kranwagen mit über 300 Euro. Auch für größere Transport- und Aufräumarbeiten sowie den Einsatz der Rettungsleitstelle sehen die Gebührenordnungen der Kommunen extra Gebühren vor. 

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