Nachhilfe: Was Sie als Lehrer können sollten

Montag, 27.03.2017

1,2 Millionen Schüler in Deutschland erhalten Nachhilfe, Tendenz steigend. Gerade in Mathe, Deutsch und in den Fremdsprachen ist die Nachfrage hoch. Gute Nachhilfelehrer sind daher gefragt. Ein spezieller Abschluss wird nicht verlangt – dennoch bedarf es einiger Voraussetzungen, wenn Sie sich an diesen spannenden (Neben-)Job wagen wollen. 

Solide Fachkenntnisse, viel Geduld und noch mehr didaktisches Geschick – das sind die Eigenschaften, die einen guten Nachhilfelehrer ausmachen. Wie Sie zu dieser Qualifikation gekommen sind, spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. Gerade dank dieser unbürokratischen Handhabung steht der Job als Nachhilfelehrer auch fachlichen Quereinsteigern und pädagogischen Laien offen.  

Beste Voraussetzungen für Lehrer und solche, die es werden wollen

Lehrer und Studenten des Lehramts genießen bei der Nachhilfe einen „Heimvorteil“, gerade wenn sie fachlich auf dem gewohnten Terrain bleiben. Während Lehrer das nötige Fachwissen und ein hohes Maß an didaktischer Erfahrung mitbringen, punkten Studenten mit dem Wissen um die aktuelle Lehrmeinung und neuesten Methoden der Wissensvermittlung.

Beide Gruppen sind als Bewerber gefragt  und erhalten bei Nachhilfeinstituten oder Nachhilfe-Onlineportalen den ersten Zugriff. Auch Eltern, die privat annoncieren, schenken Lehrern und angehenden Lehrern oft ihr Vertrauen.

Als Quereinsteiger erfolgreich  

Lohnen kann eine Bewerbung als Nachhilfelehrer auch für leistungsorientierte Oberschüler. Sie kennen alle Anforderungen des Schulalltags und können so praxisnah unterrichten. Meist sind Abiturienten mit Stundenpreisen unter zehn Euro auch günstiger, was Ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschafft.

Praxisnähe spielt noch für eine weitere Bewerbergruppe eine Rolle: für Fachkräfte, die in dem gefragten Bereich tätig sind. Meist bieten diese Praktiker einen eigenen Zugang zu den Themen und sind so in der Lage, bisher verschlossene Schüler zu interessieren. Die Leistungssteigerung kommt dann fast wie von selbst.

Multi-Millionen-Markt Nachhilfe

Wie das Geschäft mit der Nachhilfe boomt, belegt auch eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der Bertelsmann Stiftung („Nachhilfeunterricht in Deutschland: Ausmaß – Wirkung – Kosten", Prof. Klaus Klemm und Nicole Hollenbach-Biele, 2015). Demnach lassen sich Eltern die Nachhilfe ihrer Kinder in Deutschland pro Jahr fast 900 Millionen Euro kosten. 

Nachhilfelehrerin und Schülerin

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27.03.2017 16:10
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