Mitgliedschaft im Fitnessstudio richtig kündigen

Mittwoch, 28.06.2017

Das Workout im Fitnessstudio ist gut für Kondition und Figur. Doch nicht selten fehlt auf Dauer die Zeit oder die Lust. Die Besuche im Studio werden immer seltener, der Vertrag läuft jedoch weiter. Das kostet bares Geld. So kündigen Sie Ihren Vertrag im Fitnessstudio richtig.

Der Vertrag mit dem Fitnessstudio ist bindend, nicht nur für die pünktliche Zahlung des Mitgliedsbeitrags. Auch die Laufzeit muss beachtet werden, schließlich ist diese eine relevante Größe für den Preis. Einige Möglichkeiten gibt es dennoch, den Verpflichtungen vorzeitig zu entkommen.

Gründe für eine Sonderkündigung

Neben einer fristgemäßen – unbedingt schriftlichen – Kündigung gibt es einige anerkannte Gründe für den vorzeitigen Ausstieg:

So bestätigt ein Grundsatzurteil des BGH (Az. XII ZR 42/10) das Sonderkündigungsrecht aufgrund von Krankheit. Hierzu muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Auch bei einer Schwangerschaft ist die Kündigung unter gewissen Bedingungen möglich.

Müssen Sie wegen Job oder Studium in eine andere Stadt umziehen, kann meist ebenfalls vorzeitig gekündigt werden – gerade wenn der Anbieter am neuen Standort kein adäquates Angebot zu bieten hat. Sieht der Vertrag keine entsprechende Reglung vor, ist allerdings die Kulanz des Studios gefragt. Gemäß BGH (XII ZR 62/15) ist mit dem Umzug nämlich kein generelles Kündigungsrecht verbunden.

Vorab Informationspflicht

Auch Änderungen der Preise oder Konditionen des Studios können eine Kündigung rechtfertigen. Allerdings sollten Sie Probleme etwa mit plötzlich fehlenden Kursen, neuen Öffnungszeiten, Preiserhöhungen oder Umbauarbeiten zunächst schriftlich darlegen und dem Studio eine Frist zur Behebung einräumen. Rechtsexperten empfehlen drei oder vier Wochen. Erst danach greift das Sonderkündigungsrecht.

Kündigung "zum nächstmöglichen Zeitpunkt"

Wenn Sie es versäumen, fristgerecht zu kündigen – meist drei Monate vor Ablauf – verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch. Das ist besonders ärgerlich, wenn Sie das Angebot kaum noch nutzen.

Eine prophylaktische Kündigung "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" ist daher fast immer sinnvoll. So können Sie den Termin nicht versäumen, einer späteren Verlängerung steht ohnehin nichts im Wege. Oft erhalten Sie dann sogar bessere Konditionen.

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