Lenßens Tipp: Fristlose Kündigung wegen falscher Selbstauskunft?

Freitag, 13.11.2015 Ingo Lenßen

„Im August 2015 haben wir unsere Eigentumswohnung an ein Ehepaar mit zwei Kindern vermietet. In der Selbstauskunft gab der Vater an, dass er noch nie im Leben Zahlungsschwierigkeiten hatte und ein Jahreseinkommen von über 120.000 € habe. Nachdem schon in den ersten beiden Monaten keine Miete bezahlt wurde, fanden wir heraus, dass alle Angaben erstunken und erlogen waren. Mit welcher Frist dürfen wir den Mietern jetzt kündigen?

Aufgrund der falschen Angaben in der Selbstauskunft dürfen Sie sogar fristlos kündigen! Denn wenn Mieter beim Einzug falsche Tatsachen vortäuschen - vor allem, was ihre Vermögensverhältnisse angehen - müssen diese mit dem sofortigen Rauswurf rechnen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Miete im Anschluss wiederholt nicht bezahlt wird. 

Was sollten Sie also tun?

Sie sollten jetzt so schnell wie möglich Ihren Mietern schriftlich die Kündigung zustellen und einen zeitnahen Termin zur Räumung der Wohnung vereinbaren. Und selbst wenn Ihre Mieter die Mietrückstände dann doch noch freiwillig begleichen sollten, bleibt die Kündigung trotzdem wirksam, weil sie eine falsche Selbstauskunft erteilt hatten.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht München Urt. v. 30.06.2015 Az. 411 C 26176/14

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13.11.2015 09:50
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