Lenßens Tipp: Illegales Filesharing durch Hacker

Dienstag, 21.06.2016 Ingo Lenßen

„Mir wird vorgeworfen, ich hätte Filme heruntergeladen und illegal auf einer Internet-Tauschbörse zum Download angeboten. Deswegen soll ich nun fast 4.000 Euro Strafe zahlen. Doch ich habe nie Filme heruntergeladen, geschweige denn weitergegeben! Ich vermute, dass mich irgendein Unbekannter gehackt uns sich Zugriff zu meinem Router verschafft hat. Ich hab’s auf jeden Fall nicht getan. Was kann ich tun?“

Im Zweifel werden Sie zahlen müssen! Denn Sie sind für die Sicherheit Ihres Anschlusses verantwortlich. Nur wenn Sie beweisen können, dass Sie tatsächlich gehackt worden sind, haben Sie eine Chance, davonzukommen.

Welchen Router haben Sie?

Allerdings gab es einen Fall, da wurde ein Mann freigesprochen, weil er einen WLAN-Router des Typs „Speedport 504 W“ hatte. Dieser Router-Typ funktionierte nach dem sogenannte WPS-Prinzip (Wi-Fi Protected Setup), und dieses war extrem „Hackeranfällig“, weil Dritte ganz leicht die WPS-Pin erraten konnten. Diese bekannte Sicherheitslücke rettete den Mann dann auch schlußendlich vor den gestellten Schadensersatzansprüchen, da die Richter nicht ausschließen konnten, dass sich tatsächlich Fremde illegal ins System eingelockt hatten.

Textbezogene Paragraphen / Urteile:

Amtsgericht Braunschweig Urt. v. 27.08.2014 Az. 117 C 1049/14

§§ 1 ff. UrhG

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21.06.2016 13:17
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